Bubble-Ball: Erst kicken, dann kullern

Von: Anna Petra Thomas
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Gut gepolstert: Mit der dicken Hülle rundherum ist es für die Spieler gar nicht so einfach, das kleine, runde Leder ins Tor zu befördern. Foto: Anna Petra Thomas
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Kicken mit XXL-Airbag: Sieger des ersten BC-Bubble-Ball-Turniers in Oberbruch ist das Team „Bubble Banger“ aus Hilfarth. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg-Oberbruch. Stellen Sie sich vor: Sie sind ein dicker, runder Gummiball – und Ihre Mitspieler und Gegner auch. Jetzt versuchen Sie mal, Fußball zu spielen! Das kann ja eigentlich nur lustig werden. Und das war es auch am Wochenende auf dem Rasen des BC 09 Oberbruch beim ersten „BC-Bubble-Ball-Turnier“.

Ausgedacht hatten sich das Alexander Kniebel und Niko Frings. Ihrem Aufruf auf Facebook folgten 15 Hobby-Mannschaften oder solche, die es werden wollten und sich eigens für das Turnier gegründet hatten, wie die „Bubble Banger“ aus Hilfarth zum Beispiel.

Dass das Spiel eigentlich „Bumper Ball“ heißt, erklärten die beiden Schiedsrichterinnen Sarah Petrak und Maike Scheilz den Teilnehmern vor dem ersten Anpfiff auf dem 30 mal 40 Meter großen Rasenfeld. Und sie warnten die Spieler schon mal vor: „Ihr werdet morgen merken, was Ihr Eurem Körper heute angetan habt!“

In den USA sei dieses Ballspiel als sogenannte Vollkontakt-Sportart ein neuer Trendsport. In Deutschland ist er aber noch relativ neu. Die beiden Organisatoren aus Oberbruch freuten sich darüber, auch für den Kreis Heinsberg etwas ganz Innovatives zu bieten. „Und wir wollten was ganz Eigenes schaffen, deshalb heißt es bei uns Bubble Ball“, erklärt Kniebel.

Dass es gar nicht so einfach ist, in einen solchen Ball „einzusteigen“, geschweige denn, damit auch noch das kleine runde Leder zu treffen und es in das zwar fünf Meter breite aber gerade mal einen Meter hohe Tor zu bugsieren, erfuhren als Pioniere auf Oberbrucher Rasen die Teams „Fallobst“ und „FC Tune Squad“. Die Spieler waren da viel mehr nur im als tatsächlich am Ball unterwegs. Und so manch einer stand da in seinem riesigen „Airbag“ schon mal Kopf und musste gar mit Hilfe von außen wieder auf seine Füße gebracht werden.

„Da fühlt man sich ziemlich hilflos“, erzählte Bastian Görtz aus Geilenkirchen nach seinem ersten Einsatz für den „FC Tune Squad. Das „Umrennen“ des Gegners sei der größte Spaß. „Darin liegt ja fast der Sinn. Ein richtiges Spiel kriegt man ja eh kaum hin.“ Neben dem gemischten Team der Oberbrucher „Chaosbienen“ war mit dem „1. FC Union Chancentod“ aus Unterbruch sogar ein reines Frauenteam dabei. „Man geht da schon mit einem mulmigen Gefühl rein“, gestand Jessica Arend. „Aber es war echt gut!“, freute sie sich. „Es ist einfach lustig, wenn man hinfällt, denn man tut sich ja nicht weh.“

Im Laufe des Turniers stellte sich bei dem ein oder anderen Spieler richtig Übung ein, und der Salto vorwärts gehörte da schon zum Standard-Repertoire, sehr zur Freude der Zuschauer, von denen sich die Organisatoren sicherlich ein paar mehr erhofft hatten. Denn sie hatten nicht nur für das leibliche Wohl ihrer Gäste bestens gesorgt, sondern auch noch ein passendes Kinderprogramm mit Hüpfburg, Schminken und einem kleinen Pool organisiert.

Nach acht Stunden und 26 Minuten stand nach der Finalrunde, vor der die ein oder andere „Giraffe“ leider etwas unsportlich tief ins Glas geschaut hatte, mit dem Team „Bubble Banger“ aus Hilfarth der Sieger des Turniers fest.

„Wir sind einfach nur Freunde. Wir spielen nicht mal Fußball und waren einfach nur ‚just for fun‘ hier“, gestand einer von ihnen bei der Siegerehrung. Umso stolzer reckten die sechs den Wanderpokal in die Höhe, den sie jetzt verteidigen müssen. Die beiden Organisatoren waren rundherum zufrieden und wollen das Turnier auf jeden Fall wiederholen – vielleicht schon mit einer Winterrunde in der Halle.

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