Brückenabriss: Bagger stößt auf Zehn-Zentner-Bombe

Von: Anna Petra Thomas
Letzte Aktualisierung:
Bombe
Gegen 17.20 Uhr konnte der Sprengkörper vom Kampfmittelräumdienst erfolgreich entschärft werden. Die Anwohner konnten anschließend wieder in ihre Häuser zurückkehren. Foto: Anna Petra Thomas
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Gegen 17.20 Uhr konnte der Sprengkörper vom Kampfmittelräumdienst erfolgreich entschärft werden. Die Anwohner konnten anschließend wieder in ihre Häuser zurückkehren. Foto: Anna Petra Thomas
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Gegen 17.20 Uhr konnte der Sprengkörper vom Kampfmittelräumdienst erfolgreich entschärft werden. Die Anwohner konnten anschließend wieder in ihre Häuser zurückkehren. Foto: Anna Petra Thomas
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An der Rurbrücke zwischen Heinsberg-Kempen und Wassenberg-Ophoven ist am Nachmittag eine Zehn-Zentner-Bombe entdeckt worden. Ein Bagger stieß auf die Bombe. Foto: Krocker

Heinsberg/Wassenberg. Eine zehn Zentner schwere Bombe fand ein Baggerführer Montagmittag gegen 13.35 Uhr bei den Abrissarbeiten der Brücke über die Kreisstraße 21 zwischen Ophoven und Kempen im Flussbett der Rur. Die Arbeiten wurden sofort eingestellt, das Gebiet um den Fundort durch die Polizei abgesperrt und die Wohnhäuser auf Kempener Seite im Umkreis von 500 Metern evakuiert.

Insgesamt 23 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Sie kamen bei Verwandten unter oder in der Kempener Grundschule. Im Rahmen der allgemeinen Gefahrenabwehr war das Ordnungsamt der Stadt Wassenberg im Einsatz.

Für die Entschärfung der Bombe in der Baggerschaufel am Wassenberger Flussufer rückten die Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Rheinland der Bezirksregierung in Düsseldorf an. Gegen 17.20 Uhr konnte der Sprengkörper entschärft werden und die Bewohner wieder in ihre Häuser zurückkehren.

Es handele sich um eine englische Fliegerbombe, erklärte Fritz Ramacher vom Kampfmittelbeseitigungsdienst. Die Entschärfung der Bombe sei äußerst heikel gewesen, weil sich der Zünder bereits komplett im Sprengstoff befunden habe. „Die hätte auch hochgehen können“, sagte er. „Dann wäre der Bagger weg gewesen, Dachziegel und Fensterscheiben in Stahe aber auch“, begründete er die Evakuierung der an der Straße Stahe gelegenen Häuser.

Bei rund 90 Entschärfungen pro Jahr käme eine solche vielleicht zehn Mal vor, sagte er. Normalerweise seien die Bomben fünf Zentner schwer. Mit dem doppelten Gewicht seien sie eigentlich nur eingesetzt worden, um Bauwerke gezielt zu zerstören. Möglich sei aber auch, dass die Bombe mit einem Hochwasser an der Brücke angeschwemmt worden sei. Die Bombe wurde nach der Entschärfung mit dem Bagger auf die Straße gebracht und von dort in einen Lkw des Kampfmittelbeseitigungsdienstes verladen. Von dort wurde sie in ein Zwischenlager in der Nähe von Aachen gebracht. Später wird sie zerlegt und die Einzelteile vernichtet.

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