Brandstifter gefasst? Polizei nimmt Verdächtigen fest

Von: Daniel Gerhards
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Nach dem Brand eines Wohnwagens in Rickelrath hat die Polizei einen Tatverdächtigen gefasst. Foto: CUH

Wegberg-Rickelrath. In der Serie mutmaßlicher Brandstiftungen in Rickelrath hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Nachdem am Dienstagabend ein Wohnwagen, der auf einer Einfahrt am Molzmühlenweg stand, vollständig ausbrannte, griff die Polizei den Verdächtigen in der Nähe des Tatortes auf, sagte Patrik Mensing von der Kreispolizeibehörde Heinsberg.

„Die Würdigung der Zeugenaussagen begründete einen dringenden Tatverdacht, so dass der Verdächtige vorläufig festgenommen wurde“, sagte er. Nähere Informationen zum Verdächtigen wollte Mensing am Mittwoch noch nicht geben, weil sich die Ermittlungen in einem sehr frühen Stadium befänden.

Die gegen 19.50 Uhr am Dienstagabend alarmierte Feuerwehr brachte den Wohnwagenbrand mittels eines C-Rohrs und einer Schaumpistole unter Kontrolle. „Wir haben zwei Atemschutztrupps eingesetzt“, sagte Feuerwehrsprecher Frank Heinen. Die Flammen seien weithin sichtbar gewesen. Die Brandursache ist unklar. Die Polizei ermittelt. Es deutet wie in einigen anderen Fällen, die sich im Wegberger Norden ereigneten, allerdings vieles auf Brandstiftung hin.

Dass tatsächlich ein Pyromane in und um Rickelrath sein Unwesen treibt, ist nicht erwiesen – auch wenn die Polizei einen Verdächtigen festgenommen hat. Aber die Ereignisse der jüngsten Zeit sprechen für sich: Allein in Rickelrath brannten seit dem zweiten Weihnachtstag vier Autos. Bei einem weiteren Wagen misslang der Versuch, ihn in Brand zu stecken. Bei den Autobränden deutet nach Angaben der Polizei sehr vieles auf Brandstiftung hin. Zudem brannte ein Reetdach in Schwaam, Plastikcontainer auf einem Firmengelände in Berg, ein Baum in Petersholz und ein Gartenhaus auf dem Gelände des Golfclubs in Wildenrath. Das muss nicht alles auf das Konto eines einzelnen Feuerteufels gehen. Dass all diese Gegenstände von alleine Feuer fangen, ist aber auch sehr unwahrscheinlich.

Ob die Serie mit der Festnahme nun vorüber ist, werden die polizeilichen Ermittlungen und die Zeit zeigen. Viele Rickelrather hatten zuletzt jedenfalls große Angst, dass sie die nächsten Opfer des Feuerteufels werden könnten. „Ich weiß von einigen Mitbürgern, dass sie Wildkameras an ihren Häuser aufstellen wollten“, sagte Michael Kluth, Löschgruppenführer der Feuerwehr in Rickelrath. Das sind Kameras, die auf Bewegungen reagieren und dann aufzeichnen. Gefährlich sei vor allem, wenn ein Auto in der Hauseinfahrt angezündet würde. Dann bestehe die Gefahr, dass die Flammen auf das Haus übergreifen. „Ich kann schon verstehen, dass die Leute besorgt sind“, sagte Kluth. In erhöhter Alarmbereitschaft war die Feuerwehr bislang aber noch nicht.

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