Brandserie in Rickelrath: Festgenommener wieder frei

Von: ger
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Brand Rickelrath
Die Polizei hatte den Mann am Dienstagabend in der Nähe des brennenden Wohnwagens aufgegriffen. Foto: CUH

Wegberg-Rickelrath. Neues im Fall der mutmaßlichen Serie von Brandstiftungen im Wegberger Norden: Die Polizei hat den am Dienstag nach einem Wohnwagenbrand festgenommenen Mann wieder freigelassen. Das teilte die Pressestelle der Kreispolizeibehörde am Donnerstagmorgen mit.

„Ein Tatverdacht gegen diese Person ließ sich durch die polizeilichen Ermittlungen bisher nicht erhärten. Der Verdächtige wurde entlassen, die Ermittlungen dauern an“, hieß es von der Polizei.

Die Polizei hatte den Mann am Dienstagabend in der Nähe eines brennenden Wohnwagens aufgegriffen und vorläufig festgenommen. Die Vernehmungen hätten aber keine Ergebnisse erbracht, die eine längere Haft rechtfertigen würden, sagte Patrik Mensing von der Pressestelle der Heinsberger Polizei. Einem Haftrichter wurde der Mann nicht vorgeführt und noch am Mittwochnachmittag wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass der Wohnwagen, der auf einer Einfahrt am Molzmühlenweg stand, tatsächlich vorsätzlich angezündet wurde. „Das Feuer ist nicht von selbst ausgebrochen“, sagte Mensing. Es deutet also vieles darauf hin, dass dies ein weitere Fall in der Serie von Brandstiftungen im Wegberger Norden mit Schwerpunkt in Rickelrath war.

Allein in Rickelrath brannten seit dem zweiten Weihnachtstag vier Autos. Bei einem weiteren Wagen misslang der Versuch, ihn in Brand zu stecken. Bei den Autobränden deutet nach Angaben der Polizei sehr vieles auf Brandstiftung hin. Zudem brannte ein Reetdach in Schwaam, Plastikcontainer auf einem Firmengelände in Berg, ein Baum in Petersholz und ein Gartenhaus auf dem Gelände des Golfclubs in Wildenrath. Das muss nicht alles auf das Konto eines einzelnen Feuerteufels gehen. Dass all diese Gegenstände von alleine Feuer fangen, ist aber auch sehr unwahrscheinlich.

Nach der Festnahme des Verdächtigen hatten viele Menschen in Rickelrath und Umgebung auf ein Ende der Serie von mutmaßlichen Brandstiftungen gehofft. Dass die Einwohner dort besorgt sind, bezeichnete der Löschgruppenführer der Rickelrather Feuerwehr, Michael Kluth, als nachvollziehbar.

Er berichtete im Gespräch mit unserer Zeitung von Rickelrathern, die auch als Fotofallen bekannte Wildkameras an ihren Häusern installieren wollen.

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