Bösewicht: Erkelenzer spielt an der Seite von Martin Semmelrogge

Von: hewi
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Leonie Wesselow, Thomas Kercmar und Martin Semmelrogge (von links) bei Dreharbeiten zu „Das Mädchen ohne Hände“. Foto: Wichlatz

Erkelenz. Thomas Kercmar liebt schräge Auftritte. Der Versicherungskaufmann aus Erkelenz hat schon in vielen Filmen mitgespielt, als Mörder, Verbrecher oder Wahnsinniger – auf jeden Fall immer als Bösewicht.

So auch diesmal in Aachen, wo er sich als Stiefvater an einem 13-jährigen Mädchen vergeht. Sein Opfer in dem Film „Das Mädchen ohne Hände“ wird von Leonie Wesselwo gespielt. In einer weiteren wichtigen Rolle ist der Schauspieler Martin Semmelrogge als Kassierer des Zirkus zu sehen. Gedreht wurde im Zirkus „Amany“ auf dem Freizeitgelände Walheim. „Diese Rollen der Bösewichte reizen mich besonders“, betont Kercmar.

Regisseur und Autor Stefan Hinze will mit seinem Film über dieses schwierige Thema ein Zeichen setzen und die Diskussion anregen. „Wir wollen auch, dass Kinder den Mut finden, sich jemandem anzuvertrauen“, erklärt Kercmar, der sofort zusagte, als Hinze ihn wegen einer Rolle fragte. „Der Film soll nicht abschrecken, sondern Mut machen und das Thema auf intelligente Weise transportieren“, beschreibt der Mime die Intention des Films. Die 13-jährige Leonie, die in einem Zirkus voller seltsamer Gestalten aufwächst, darunter neben Semmelrogge auch Ralf Richter, lebt in einer Art Fantasiewelt. Und über ihrer Welt schwebt ein düsteres Geheimnis: der Missbrauch durch den Stiefvater.

Kercmar war sofort bereit, das ambitionierte Projekt des jungen Regisseurs zu unterstützen, das zugleich seine Abschlussarbeit des Regiestudiums darstellt. Auf diese und ähnliche Weise ist er schon zu rund 30 Filmrollen gekommen, wobei er gerne über einige Filme Stillschweigen bewahrt. „Es waren auch ganz schlechte Produktionen darunter“, erläutert er. „Aber wenn ein Freund fragt und das Thema spannend klingt, bin ich dabei.“

Kercmar stammt aus Bad Honnef und betreibt seit den 90er Jahren eine Versicherungsagentur in Erkelenz. Ab und zu tauchen seine Kunden auch in den Filmen auf und werden erschossen oder auf andere Weise ins Jenseits befördert. Erst kürzlich ließ er den örtlichen Rewe-Marktleiter und eine Bekannte vor Ort im Getränkemarkt erschießen, wobei alle ihren Spaß hatten.

„Das Mädchen ohne Hände“ soll im April fertig sein. Ein weiteres Filmprojekt, das Kercmar beschäftigt, ist der Thriller „Breakdown Forrest“, in dem Richter und Semmelrogge wieder ihre bösen Seiten austoben können. Das Projekt betreut Kercmar als Produzent, was aber eher „Mädchen für alles“ bedeutet. Trotzdem lässt er es sich nicht nehmen, gleich in drei Rollen mitzuwirken.

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