Wegberg - Blitzendes Blech aus längst vergangenen Zeiten

Blitzendes Blech aus längst vergangenen Zeiten

Von: Helmut Wichlatz
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Gut gehegt und gepflegt: Liebhaber von alten Karossen trafen sich am Sonntag beim Oldtimertreff in Wegberg. Foto: Helmut Wichlatz
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Na, wer ist schöner? Der Chevrolet-Pickup oder der VW Bully? Für Automobilfreunde gab es beim Wegberger Oldtimertreff viel zu sehen. Foto: Helmut Wichlatz

Wegberg. Am Ostersonntag zog es nicht nur Spaziergänger und Kurzurlauber nach Wegberg. Auf dem Rathausplatz gab es für Freunde der Automobilgeschichte etwas zu Staunen. Denn auch in diesem Jahr laden die beiden Uevekovener Automobilenthusiasten Bodo und Kevin Norgel einmal im Monat zum Oldtimer-Treff in die Schwalmstadt ein.

Bis Oktober wird der Rathausplatz jeweils am ersten Sonntag des Monats mit blitzendem Chrom und Blech aus längst vergangenen Zeiten zugeparkt.

Die Eröffnung am Ostersonntag fiel dem Wetter entsprechend durchwachsen aus. Sicherlich hätten es ein paar alte Autos mehr sein können, doch trotzdem herrschte auf dem Rathausplatz ein stetiges Kommen und Gehen. „Wir sind mit den Besucherzahlen durchaus zufrieden“, betonte Kevin Norgel, der jeden Neuankömmling persönlich begrüßte und natürlich sein motorisiertes Schätzchen genau unter die Lupe nahm. Denn darum geht es ja bei den Oldtimertreffen: Sehen und gesehen werden.

„Was nutzt der schönste Oldtimer, wenn ich ihn nur in der Garage stehen habe und mir vorstelle, wie es wäre, ihn zu fahren“, erklärte ein Besucher am Rande des Treffs. Er selbst habe erst an eine Kapitalanlage gedacht, doch abgeben würde er seinen Zweisitzer heute um nichts in der Welt. Namentlich möchte er nicht genannt werden, denn angesichts der Werte, die in seiner Garage stehen, ist diese viel zu schlecht gegen Diebe gesichert. Bevor er seinen britischen Roadster rausholt, schaue er sich lieber erst einmal unverbindlich um, verriet der Wassenberger. Einige der Autofreunde hingegen waren trotz unbeständigen Wetters mit ihren Gefährten auch eine Weile unterwegs gewesen, bevor sie in Wegberg ankamen. „Ich habe schon Besucher aus Gütersloh und Essen begrüßen können“, erklärte Norgel.

Schwalbe und Bully ziehen an

Nicht alle Oldtimer werden gepflegt und gehegt und sehen am Ende aus wie vom Band gelaufen. Bei der blauen Schwalbe zum Beispiel war jeder Quadratzentimeter Rost gewollt. „Das ist ein Scheunenfund“, erklärte Norgel. „Der Rost und die optische sichtbare Abnutzung des Gefährts machen seinen Charme aus.“ Bei der Schwalbe handelt es sich um das unverwüstliche Kultmoped aus der ehemaligen DDR, für das Liebhaber auch schon einmal ein paar große Scheine auf den Tisch blättern müssen.

Ein Publikumsmagnet war der rotweiße VW Bully aus den 60er-Jahren mit den typischen „Schlafaugen“, die den Kleintransporter mit seinem unverwüstlichen Boxermotor so unverwechselbar machen. Er stahl dem Chrevrolet-Pickup gleich nebenan die Show, und das auch ohne Chrom und Kühlergrill.

Das nächste Treffen findet am 3. Mai statt.

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