Heinsberg-Dremmen - Bitte um Entpflichtung: Pfarrer Hans Schmitz ist gesundheitlich stark angeschlagen

Bitte um Entpflichtung: Pfarrer Hans Schmitz ist gesundheitlich stark angeschlagen

Von: anna
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Pfarrer Hans Schmitz (r.) und Pastoralreferent Johannes Eschweiler auf dem Weg in die Sakristei von St. Lambertus Dremmen. Foto: anna

Heinsberg-Dremmen. Wenn Pfarrer Hans Schmitz am Sonntagmorgen die heilige Messe in der Kirche St. Andreas in Heinsberg-Eschweiler zelebriert, wird er das zum letzten Mal als Leiter der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Heinsberg-Oberbruch tun. Allein aus gesundheitlichen Gründen müsse er sich aus seiner Verantwortung für die sieben zur GdG gehörenden Pfarreien zurückziehen, betont der 61-Jährige.

Deshalb habe er das Bistum gebeten, ihn von seiner Funktion als Leiter der GdG zu entpflichten.

Ziemlich genau 28 Jahre hat der Seelsorger, der aus der Eifel stammt, seit seiner Priesterweihe am 3. März 1990 in Erkelenz und in Heinsberg verbracht. Doch jetzt, gesundheitlich stark angeschlagen, zieht es Schmitz wieder in seine Heimatregion zurück. Er möchte künftig gerne in der Nähe seiner inzwischen 87 Jahre alten Mutter in Keldenich leben und hofft, dass das Bistum für ihn eine Aufgabe findet, für die er nicht zu weit pendeln muss.

An Silvester 1956 in Schleiden geboren und dann in seinem Elternhaus in Keldenich aufgewachsen, gehörte es zunächst nicht zu den Zukunftsplänen von Schmitz, Priester zu werden. Nach der Mittleren Reife erlernte er den Beruf des Chemielaboranten und arbeitete zunächst viereinhalb Jahre in einem Unternehmen in Bad Münstereifel.

„Doch da reifte die Entscheidung mit Hilfe des Himmels“, schmunzelt Schmitz. Und zufällig sei ihm dann auch noch ein Prospekt vom Studienhaus St. Lambert in Grafschaft-Lantershofen in die Hände gefallen, dem deutschlandweit einzigartigen Priesterseminar des sogenannten dritten Bildungsweges oder für „Spätberufene“.

„Das Studium war sehr hart“, erinnert sich Schmitz. Sein pastorales Jahr verbrachte er in Düren-Mitte und macht schon dort Bekanntschaft mit dem dortigen CAJ-Sekretär Johannes Eschweiler, der heute als Pastoralreferent in der GdG tätig ist. Nach seiner Priesterweihe war er vier Jahre Kaplan in St. Lambertus in Erkelenz, bevor er 1994 Pfarrer von Golkrath, Gerderhahn und Schwanenberg sowie später auch von Houverath wurde und wo ihm der bekannte Prälat Arnold Poll, damals noch Präsident des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“, zur Seite stand.

2004 kam Schmitz dann in die GdG Heinsberg-Oberbruch, die sich damals noch in der Gründungsphase befand. Seit 2010 bereits ist Schmitz nun der einzige Priester in der GdG. Schon kurz nach Übernahme der alleinigen Verantwortung erlitt Schmitz einen Schlaganfall. „Davon habe ich mich nie mehr so ganz erholt“, blickt er heute zurück. Er gab damals sein Ehrenamt als Diözesanpräses der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften ab. Danach sei es ihm zunächst besser gegangen, erzählt er. Doch nach und nach plagten ihn weitere Krankheiten, „und die Intervalle wurden immer kürzer“, sagt Schmitz. Ausschlaggebend für seine Entscheidung, am Sonntag die Verantwortung für die GdG abzugeben, sei eine schwierige Operation im Oktober 2017 gewesen, sagt er. Bis zu seiner Rente, die er im Alter von 65 Jahren antreten kann, könne er sich dennoch gut vorstellen, noch als Pfarrvikar in einer GdG tätig zu sein, erklärt er.

Ob er am Sonntag sehr traurig sein wird, seine GdG verlassen zu müssen? „Nein“, antwortet Schmitz ganz deutlich. „Jedes Mal, wenn ich denke, ich werde dann traurig sein, sage ich mir selbst: Wenn Du so weiter machst, wirst Du wieder krank.“

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