Heinsberg-Oberbruch - Bistums-Aktion: „Zu Tisch – mit Gott und der Welt“

Bistums-Aktion: „Zu Tisch – mit Gott und der Welt“

Von: Anna Petra Thomas
Letzte Aktualisierung:
5525478.jpg
Ein Mittagessen boten der Pfarrgemeinderat und der Verein Amos nach der Sonntagsmesse an einem langen Tisch direkt in der Kirche St. Aloysius an, im Rahmen der Aktion „Zu Tisch – mit Gott und der Welt“. Foto: anna

Heinsberg-Oberbruch. „Zu Tisch – mit Gott und der Welt“ heißt eine der Aktionen des Bistums Aachen in diesem Jahr. In der Erläuterung dazu heißt es: „Am Tisch wird gegessen, getrunken und miteinander geredet, gebetet, diskutiert und gestritten. Arme und Reiche, Gäste und Familie sitzen am Tisch zusammen. Dort wird Gemeinschaft ebenso erlebbar wie manchmal auch Ausschluss.“

An einen Tisch eingeladen zu werden, sei zudem Teil der sonntäglichen Eucharistiefeier. „Unzählige Gruppen und Menschen im Bistum Aachen versammeln sich darüber hinaus in sozialen Projekten, in Schulen, Kindergärten und Pflegeheimen. Dieses Engagement möchte die Aktion bekannt machen.“

Der Pfarrgemeinderat der Pfarrei St. Aloysius Oberbruch und der Oberbrucher Hilfsverein Amos haben die Aktion im Anschluss an die Sonntagsmesse jetzt direkt in ihre Pfarrkirche geholt. An einer frühlingshaft in Gelb und Grün gedeckten langen Tafel im Seitschiff der Kirche luden sie die Gottesdienstbesucher ein zu asiatischer Linsensuppe und Chili con Carne.

Zuvor hatten Pastoralreferent Johannes Eschweiler, Vorsitzender des Vereins Amos, und dessen Geschäftsführerin Elfi Brockhoven, während der von Konrad Mohr zelebrierten heiligen Messe auch auf die diesjährige Solidaritätskollekte für Arbeitslosenprojekte im Bistum Aachen aufmerksam gemacht. „Weil Arbeit nicht vom Himmel fällt… sind wir gefragt“, lautet ihr Motto.

„Wir stellen uns an die Seite der Betroffenen, mit Gedanken, Gebeten und möglichen Hilfen“, hatte Eschweiler in seiner Einführung betont. „Ob wir wollen oder nicht, wir sind zutiefst einbezogen“, begann Mohr seine Predigt mit einem kritischen Blick auf die Globalisierung und die Unterschiede zwischen Arm und Reich. „20 Prozent der reichsten Menschen besitzen 80 Prozent aller Güter“, betonte er. Silvio Berlusconi und Uli Hoeneß nannte er als negative Beispiele sozialen Handelns. Positiv erwähnte er Litauens Präsidentin Dalia Gybauskaité, die einen Großteil ihres Einkommens für soziale Zwecke spende oder Uruguays Präsident José Mujica, der gar 90 Prozent seines Einkommens armen Menschen zugutekommen lasse und im Winter sogar seinen Palast für Obdachlose geöffnet habe.

Menschenwürde behalten

Mit Blick auf die Region ging sein Dank an alle ehrenamtlich tätigen Menschen und speziell an die Menschen, die sich im Oberbrucher Verein Amos, einem Projekt für arme und arbeitslose Menschen, engagieren. „Hier wird Menschen geholfen, ihre Menschenwürde zu behalten“, erklärte er. „Das sind kleine, aber überlebenswichtige Beispiele.“ Der aktuell immer wieder laut werdenden Kritik am System der Tafeln widersprach er. Niemand sei damit der Sorge entbunden, für eine gerechtere Gesellschaft zu sorgen. „Aber es ist gut, dass es so lange Einrichtungen dieser Art gibt.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert