Bis auf 20.000 Meter: Schüler lassen Wetterballon steigen

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Auch so kann ein Schulprojekt aussehen: Viele Besucher wollten sich den Abflug des selbst gebauten Wetterballons am Kreisgymnasium Heinsberg nicht entgehen lassen.
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Auch so kann ein Schulprojekt aussehen: Viele Besucher wollten sich den Abflug des selbst gebauten Wetterballons am Kreisgymnasium Heinsberg nicht entgehen lassen.

Heinsberg. Ein Höhenflug mit Lerneffekt: Vom Gelände des Kreisgymnasiums Heinsberg haben Schüler des Physik-Leistungskurses und des Informatik-Grundkurses unter der Leitung von Alexander Dohmen und Dr. Fritz Metz vor kurzem einen selbst gebauten Wetterballon gestartet.

Der Ballon ist mit einer Sonde in Form einer Styroporbox verbunden, die verschiedene Messgeräte enthält, mit Hilfe derer Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Druck und Position bestimmt werden können.

Zudem sind drei nach oben, unten und horizontal filmende Kameras angebracht. Wichtig dabei ist es, einen ausreichend großen Abstand vom Ballon zur Sonde einzuhalten, um diese nicht in dessen Windschatten kommen zu lassen. Der Ballon dehnt sich auf Grund des steigenden Luftdrucks in höheren Zonen aus – so lange, bis er schließlich platzt. Ein Fallschirm sorgt dann für das sanfte Heruntergleiten.

Die rund ein Kilo schwere Konstruktion der Schule stieg bis in die Stratosphäre, auf eine Höhe von mindestens 20.000 Meter, wie Fotos beweisen, die bereits das schwarze All erkennen lassen. Zum Vergleich: „Professionelle“ Wetterballons können eine Höhe von circa 32 Kilometer erreichen, ein Passagierflugzeug fliegt dahingegen bloß um die elf Kilometer hoch.

Die Schüler hatten für den Flug eine Genehmigung der Bezirksregierung und der Luftsicherheit eingeholt und eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Auch die Wetterbedingungen wurden genauestens studiert und der Starttermin so festgelegt, dass der Ballon möglichst über das Ruhrgebiet fliegen würde.

Landung bei Witten

Nach letzten Vorbereitungen begann der Countdown, und schließlich wurde der mit Helium gefüllte Ballon in die Lüfte gelassen. Unter dem Beifall zahlreicher Besucher stieg der Ballon in Sekundenschnelle vom Schulhof des Kreisgymnasiums auf und flog über den Trakt 3 davon. Gut eineinhalb Stunden nach Flugbeginn konnte die Position des auf einem Feld bei Witten im Südosten des Ruhrgebiets gelandeten Ballons mittels GPS-Gerät ausgemacht werden.

Im Laufe der nächsten Wochen werden die aufgezeichneten Daten ausgewertet und können nach den Sommerferien in den Physikunterricht eingebunden werden. Geplant ist zudem eine Projektwoche, in deren Rahmen erneut ein Wetterballon hergestellt werden soll.

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