Wassenberg - Bilder, die den Betrachter anschauen

Bilder, die den Betrachter anschauen

Von: Johannes Bindels
Letzte Aktualisierung:
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Kunstwerke, die den Betrachter überraschen: Malerin Hannelore Sontowski zeigt ihr Bild „K. Valentin und Band“, das nun in Wassenberg zu sehen ist. Foto: Bindels

Wassenberg. Diese Bilder wollten ein Menge Leute sehen. Schon bei der Eröffnung der Ausstellung von Künstlerin Hannelore Sontowski kamen zahlreiche Kunstinteressierte. Eingeladen hatte das Johanniter-Stift in Wassenberg zur Vernissage der Ausstellung von Werken Sontowskis.

So konnte Birgit Vasters vom Johanniter-Stift zahlreiche Gäste im Ausstellungsraum begrüßen, unter ihnen die Laudatorin Annette Pega von der Kunstakademie Mönchengladbach und den Drehleierspieler Rüdiger Kruck, der das musikalische Rahmenprogramm gestaltete.

„Kunst ist das Lächeln des Lebens, der Ausdruck der Seele und die Sprache des Inneren“, sagte Annette Pega in ihrer Laudatio. Schon früh habe Hannelore Sontowski erkannt, dass neben ihrem Beruf als Metallographie- und Werkstoffprüferin die Kunst ein wichtiger Platz in ihrem Leben einnehme. Über den Weg der Tiffany-Glasgestaltung und das Spielen mit Licht und Schatten sei Sontowski neugierig geworden auf die Malerei.

„Thematische Arbeiten liebt sie ebenso wie die Überraschung über das Ergebnis, wenn sie ein Bild beginnt und sich treiben lässt, um verschiedenartige Emotionen und Stimmungen auf die Leinwand zu bringen“, beschrieb die Laudatorin die Arbeiten der Künstlerin. Und wundern solle man sich nicht beim Betrachten der Porträts, wenn das Gefühl auftrete, dass nicht der Betrachter das Bild ansehe, sondern das Bild den Betrachter ansehe.

Mit einer Teilnahme an einem Workshop in der Malakademie im Kloster Steinfeld begann sie mit der Malerei als künstlerische Betätigung. Wissend, dass diese ein wichtiger Bestandteil in ihrem Leben sein würde, habe sie eine bis heute andauernde Ausbildung an der Kunstakademie in Mönchengladbach begonnen – ergänzt durch Workshops und Kurse an der Europäischen Kunstakademie in Trier. Hannelore Sontowski: „Ich möchte die Fantasie der anderen Menschen mit meinen Werken anregen. Aber ebenso wichtig ist mir, das eigene Erleben darzustellen.“

Immer wieder Neues auszuprobieren, wie mit der Begrenzung auf drei Farben ein Dreierporträt „K. Valentin und Band“ zu erstellen, sind Beispiele für die gelungenen Arbeiten und das künstlerische Wirken. Menschenporträts (wie „Picasso“), Naturbilder („Mohnwiese“ und „Tulpen“) und erlebte Emotionen thematisch umzusetzen – wie beim großformatigen Bild „Harfenspielerin“, einem sehr hintergründigen Werk –, zeigen die ganze Bandbreite ihres Schaffens.

Nach mehr als 16 Gemeinschaftsausstellungen und einem halben Dutzend Einzelausstellungen von Hannelore Sontowski haben die Kunstinteressierten nun Gelegenheit, in der Ausstellung im Johanniter-Stift Wassenberg die Werke anzuschauen und zu erleben. Die Ausstellung ist bis zum 24. September täglich von 10 bis 17 Uhr zu sehen.

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