Wegberg - Bewohner der Atelieretage Wegberg gewähren interessante Einblicke

Bewohner der Atelieretage Wegberg gewähren interessante Einblicke

Von: Monika Baltes
Letzte Aktualisierung:
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Einblicke in das Atelier von Petra Plum, die das Atelier von Christoph Ohmes Anfang 2016 übernommen hat. Foto: Monika Baltes

Wegberg. Sie hatten wieder einmal den roten Teppich ausgerollt am Alten Kloster, die Bewohner der Atelieretage Wegberg. „Einblicke“ wollten sie gewähren, Einblicke in ihre Werke, in ihre Ateliers, in ihr Jahr 2016. Bunte Lampions schwebten in der Wendeltreppe – ein erstes Versprechen von Ideen, Vielfalt, Farbigkeit.

Es hat sich einiges getan in den kleinen ehemaligen Klosterzellen. Christoph Ohmes hat sein Atelier aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben. Die Künstlerkemenate ganz hinten links hat Petra Plum übernommen, „die Neue“, die jetzt auch schon fast ein Jahr dabei ist.

Sie fühle sich wohl in der Gemeinschaft, liebe das Atelier mit dem herrlichen Blick auf einen alten Baum im Klostergarten. Mit unterschiedlichen Techniken beschäftige sie sich, von der Zeichnung über Aquarelle bis zur großformatigen Malerei, gab sie Einblick in ihr Schaffen.

Damit ist die Zahl der männlichen Bewohner auf zwei gesunken (Johannes Donner und Johann Wittmann). „Unsere Quotenmänner“, schmunzelten die acht Damen der Atelieretage (Beate Bündgen, Ursula Kempf, Ulrike Kotlows- ki, Eva-Stefanie Mosburger-Dalz, Petra Plum, Ingrid Pusch, Brigitte Uhrmacher, Karin van Zoggel). Denn daran hat sich nichts geändert: am freundschaftlichen Umgang miteinander, kleine Neckereien inklusive.

Mit neuem Malstil präsentierte sich Brigitte Uhrmacher, die ihren bisher transparent-abstrakten Bildern nun kraftvoll-farbige, informelle Werke hinzufügt. „Und ich male jetzt an der Staffelei, nicht wie früher auf dem Boden“, gab sie Einblick in die Entstehung ihrer Bilder. Auch bei Ulrike Kotlowski sind die Bilder farbiger geworden. „Ich verwende jetzt auch Neonfarben, Gold ist zum ersten Mal dabei.“

Das gebe den Bildern einen frischen Charakter und mehr Leben, gewährte sie Einblicke in ihre Entwicklung. Beate Bündgen, die ihre künstlerischen Ideen mit Holzschnitt und Holzdruck umsetzt, präsentierte ihre „weiblichen Gegenstände“ und beleuchtet dabei den Status der Frau in der ganzen Welt. „Bis das Unikat auf handgeschöpftem Büttenpapier in eigens angefertigtem Rahmen fertig ist, sind viele Arbeitsschritte nötig“, erlaubte sie Einblicke in die bisweilen auch körperlich harte Arbeit eines Künstlers.

Johannes Donner hat sich in diesem Jahr in Italien fortgebildet und ist mit dem Thema Etrusker in Berührung gekommen. Das hat seine Werke verändert. Die Farben Weiß, Blau und Schwarz dominieren, die Farbe ist zarter, transparenter geworden. „Und das obwohl ich bis zu 20 Schichten aufgetragen habe“, gab er Einblicke in seine Arbeitsweise.

Große Massenbilder, durch besondere Perspektiven verfremdet, und gegenständliche Zeichnungen auf alten Zeitungsblättern präsentierte Johann Wittmann. Ein Rhinozeros prangt auf einem besonderen Zeichenblatt: eine alte Pilotenkarte aus Südafrika. „Nach solchen Dingen suche ich gezielt auf Trödelmärkten“, gestattete er einen Einblick in seine Vorbereitungen.

Die versprochenen Einblicke hatten zahlreiche Besucher angezogen. Und so verschieden die Eindrücke des Einzelnen gewesen sein mögen, alle hatten eine Reise durch vielfältige Facetten der Kunst unternommen.

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