Bewegende Abschiedsfeier: Rektorin geht nach 29 Jahren

Von: hewi
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Renate Eidems geht, aber die Schüler, Eltern und Lehrer der Erich-Kästner-Schule sagten nicht einfach „Tschüss“: Sie sangen, tanzten und spielten Theater, um die engagierte Pädagogin gebührend zu verabschieden – rund vier Stunden lang. Foto: hewi

Wegberg. Renate Eidems hat die Erich-Kästner-Schule als Lehrerin geprägt und sie 29 Jahre lang als Rektorin geleitet. Mit einer großen Feier nahmen Schüler, Eltern, Ehemalige und Kollegen Abschied von ihr. Nach 39 Jahren im Schuldienst verabschiedete sich die Erkelenzerin in den Ruhestand.

Dass die Feierstunde etwas ausgedehnter ausfiel, lag vor allem daran, dass es viel über Renate Eidems zu erzählen gab. Und an den Kindern, die sich ein Programm ausgedacht hatten, um ihre Leiterin gebührend zu verabschieden. Sie tanzten, sangen und spielten kleine Theaterszenen für ihre Leiterin, die offiziell schon seit September nicht mehr im Dienst ist.

Unter ihrer Leitung wurde aus der ehemaligen Gemeinschaftsgrundschule die Erich-Kästner-Schule und es wurde unter dem Motto „Klassik statt Klingel“ ein musikalisches Pausenzeichen eingeführt, das abwechselnd aus den Federn berühmter Komponisten stammt. Mit ihrer Ernennung zur Rektorin war eine Zahl von „181 bis 360 Schülern“ für die Schule ausgewiesen worden. Heute besuchen über 600 Schüler die Erich- Kästner-Schule.

Die Laudatoren, darunter auch der Wegberger Bürgermeister Michael Stock und die Schulrätin Dr. Hildegard Hosterbach, würdigten die scheidende Pädagogin als zielstrebige Person, die es verstanden habe zu motivieren und zu fördern. Stock betonte, dass sie auf „zurückhaltende Art mitreißend“ gewesen sei. Eine Eigenschaft, die er sich auch von ihrem Nachfolger wünsche. Der muss noch gefunden werden, denn die Stelle wurde zuerst einmal ausgeschrieben. Kommissarisch hat ihr bisheriger Konrektor Rudolf Neumann die Leitung der Erich-Kästner-Schule übernommen. Er blickte in seiner Ansprache gerne auf die gemeinsamen Jahre zurück.

Geduld, so sagte er, sei nie eine der Stärken Eidems gewesen. Dies sei jedoch in den meisten Fällen für die Schule durchaus von Vorteil gewesen. Auch im Kreis der Kollegen und Schulleiter habe sie sich Respekt und Achtung verdient. Ehrenbürgermeisterin Hedwig Klein meldete sich genauso zu Wort, um die Schulleiterin zu verabschieden wie Vertreter der Elternschaft, die GEW-Kreisvorsitzende Marlene Klotz, der frühere Konrektor Herrmann Vollmer und weitere Weggefährten der letzten vier Jahrzehnte.

Ein wichtiger Punkt in ihrer Schullaufbahn waren die Integration der Klinkumer Grundschule und des Teilstandortes Merbeck. So vielseitig wie die Geehrte selbst waren auch die Geschenke, die sie erhielt. Da waren Eintrittskarten für die Semper-Oper in Dresden und die Düsseldorfer Tonhalle, aber auch Karten für den Mönchengladbacher Nordpark. Denn auch für die Fohlen-Elf schlägt das Herz der engagierten Pädagogin. „Schöner hätte mein letzter Schultag nicht verlaufen können“, sagte Eidems nach einer rund vierstündigen Abschiedsfeier.

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