Betreuung hört nicht mit dem Tod des Patienten auf

Von: hewi
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Große Freude bei Thomas Foosen (2.v.l.), Ida-Marie Moll, Günter Lambertz (l.), Franz-Josef Schuster (Mitte) und Markus Braun (r.). Foto: hewi

Erkelenz-Matzerath. Seit 2004 unterstützen die Organisatoren des Matzerather Martinsmarktes die ehrenamtliche Arbeit des Kinder- und Jugendhospizdienstes in der Region Aachen. Mit dem jüngsten Markt konnte ein neuer Spendenrekord erzielt werden, wie Ida-Marie Moll bei der Übergabe des Geldes berichtete.

9300 Euro hatte der diesjährige Markt eingebracht. „Damit haben wir unser bisheriges Rekordergebnis um 200 Euro übertroffen“, erklärte sie.

Das freute vor allem Thomas Foosen. Er war im Auftrag des Hospizdienstes nach Matzerath gekommen, um den Aktiven für ihr Engagement zu danken. Denn die ehrenamtliche Arbeit des Dienstes muss sich laut Satzung zu drei Vierteln aus Spenden tragen. „Deshalb ist das Engagement der Matzerather so wichtig“, betonte er. Er selbst war natürlich beim Martinsmarkt auch mit einem Infostand vertreten.

Viele Menschen hätten ein Problem, wenn sie „Kinder“ in Kombination mit „Hospiz“ lesen, sagte er. „Das schreckt scheinbar ab“, vermutete er. Dazu komme, dass der Hospizdienst nicht offensiv um Spenden werbe. Daher seien Partner wie die Matzerather besonders wichtig, um die Arbeit des Dienstes zu finanzieren.

Seit 2004 sind schon mehr als 89.000 Euro zusammengekommen. Im kommenden Jahr wolle man die Grenze von 100.000 Euro „knacken“, betonte auch Franz-Josef Schuster. Gemeinsam mit Günter Lambertz und Marcus Braun ist er seit dem ersten Markt dabei und rührt die Werbetrommel für die Ehrenamtler.

„Wir verstehen uns nicht als Sterbebegleiter“, betonte Foosen. „Wir begleiten die Kinder mit lebensverkürzenden Erkrankungen und deren Familien und schenken ihnen Zeit.“ Zeit, die sie gut brauchen können. Zum Beispiel, um mal zu entspannen oder den Alltag für eine Weile zu vergessen. Die Betreuung hört nicht mit dem Tod des Patienten auf. Vielmehr sind die Begleiter auch in der Trauerphase und darüber hinaus für die Familien da. In der Öffentlichkeit habe mancher ein falsches Bild von der Arbeit der neun Ehrenamtler, weiß Foosen. „Zu uns kommt niemand zum sterben“, erläuterte er. „Wir kommen zu den Familien, um ihnen zu helfen, ihr Leben mit der Erkrankung des Kindes zu meistern.“

Der Hauptsitz des Kinder- und Jugendhospizdienstes ist in Olpe. Die Gruppen sind in verschiedenen Regionen Deutschlands tätig. Die Region Aachen umfasst auch den Kreis Heinsberg. Jeder Mitarbeiter bringt rund fünf Stunden pro Woche ein. In regelmäßigen Treffen berichten sie über ihre Erlebnisse und helfen sich gegenseitig, um das Erlebte auch verarbeiten zu können.

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