Besuch in Nordfriesland: Selfkänter laben sich an „Boddermelksupp“

Letzte Aktualisierung:
6008220.jpg
96 Mitglieder des VdK Selfkant machten im Bus auf den Weg und besuchten eine Woche lang Nordfriesland. Es wurde für alle zu einer erlebnisreichen, spannenden, informativen und am Ende unvergesslichen Fahrt.

Selfkant. „An der Nordseeküste am plattdeutschen Strand“ - so klang es abends bei gemütlichem Beisammensein im Hotel Fernblick in Tönning an der Eider. Der VdK Selfkant war mit 96 Mitgliedern für eine Woche, mit zwei Bussen in den Norden gefahren. Ein Besuch bei der Nordfriesin Elke und der nahen Umgebung stand auf dem Programm.

Die Nordfriesin ließ es sich nicht nehmen, vor Ort die Führung selbst zu gestalten und das Städtchen Tönning mit den Gästen aus dem Selfkant zu erkunden. Im Weltnaturerbe Wattenmeer gab es Natur pur, Entspannung, Erholung und nordfriesische Gastlichkeit zum Genießen. Überm Damm, entlang der Eider gelangten man beim Stadtrundgang an den Hafen, der für die Stadt von großer Bedeutung ist.

Die Holzschiffswerft, das große „Packhaus“, ein ehemaliger Speicher, Wasser und Schifffahrtsamt sowie das Schifferhaus, einst Seefahrtsschule, erinnern an die bedeutenden Zeiten des Hafens. Tönnings Mittelpunkt ist der Marktplatz. Auf dem Markt gedeihen seit je her Handel und Wandel. Die Stadtkirche fällt schon von weitem durch ihren mächtigen Turm mit der Barockhaube ins Auge.

Ein Schiff brachte die VdKler zum mächtigen Eidersperrwerk an der Eidermündung in die Nordsee. Eine 14 Meter breite und 75 Meter lange Schleuse mit fünf Stemmtoren schützen das gesamte Mündungsgebiet vor Überflutungen der Nordsee.

Ein weiteres Highlight war die Schiffstour zur Hallig Hooge am nächsten Tag. Mit guter Aussicht auf Sandbänke auf denen sich die Seehunde das Fell trockneten. Ein paar Pferdekutschen standen bereit, um über die Hallig zu fahren. Einen beeindruckenden Einblick in das Halligleben gab das Sturmflutkino mit erheblichen Turbulenzen. Angenehmen Aufenthalt gab es anschließend in einem Reetdachhaus.

Ein originelles Gedicht

Am Abend traf man sich zum Essen im Hotel Fernblick. Neben herkömmlichen Köstlichkeiten wurde uns das klassische Eiderstedter Buffet präsentiert. Die Eiderfriesin begrüßt die Gäste in der Landessprache mit einem originellen Gedicht und erläutert die einheimischen Gerichte. Es ist interessant zu erfahren, wie die Speisen ursprünglich ohne Elektrizität hergestellt und haltbar gemacht wurden. Unter anderem gab es: „Labskaus mit Bratei un Rollmops“, „Boddermelksupp un Klümp“, „Mehlbüddel mit Swiensback“.

Friedrichsstadt, das Venedig des Nordens, war ein weiteres Ausflugsziel. Zur Zeit der freien Verfügung wurde das Städtchen Husum empfohlen oder sehr sehenswert das Erlebnisaquarium „ Multimar“ in Tönning zum Abtauchen in die Welt der Wale und einem Pottwal in die Augen sehen, 18 Meter lang, 45 Tonnen schwer. Bis zum letzten Tag hatte das Wetter mitgespielt, abwechslungsreich, mit Sonne, Wind und Wolken.

Das kulturelle Zentrum

Doch am letzten Tag in Schleswig am Ostseefjord Schlei, wo die Stadtführung auch zu Fuß stattfand, regnete es Bindfäden ohne Ende. Die Region um den Ostseefjord seit jeher kulturelles Zentrum Nordeuropas. Heute laden hochkarätige Museen zu einer Zeitreise in die große Geschichte ein.

Nach einem nasskalten Tag gab es dann noch einmal einen geselligen Abend mit kölsche Tön (Heinz Schlömer, Akkordeon und Lothar Platzeck, Gitarre) und mit dem einen oder anderen Friesengeist, Küstennebel, Schimmelreiter, Wattlöper, Möwenschitt oder Schietwettertee ging auch dieser Abend zu Ende.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert