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Von: Katharina Hensel
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Auf die spannende Suche nach der Bienenkönigin begeben sich Dr. Pia Aumeier von der Ruhruniversität Bochum und die Besucher, um dann zwei Völker zusammenzulegen. Foto: Katharina Hensel
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Tanja und Stefan Drachenberg luden zum Euregionalen Imkertag zu ihren Bienenständen in Eschweiler ein. Foto: Katharina Hensel

Heinsberg-Eschweiler. „Jetzt ist die Zeit, um zu handeln, damit die Bienen den Winter überleben können“, so Stefan Drachenberg, Gastgeber des letzten Euregionalen Imkertages in 2013 mit dem Thema „Einwinterung und Restentmilbung“. Rund 115 Imker und Imkerinnen aus Belgien, den Niederlanden und aus dem Imkerverbandsgebiet Rheinland waren der Einladung des Imkervereins Heinsberg gefolgt.

Dr. Pia Aumeier von der Ruhruniversität Bochum referierte und demonstrierte die für ein Bienenvolk notwendigen imkerlichen Arbeiten: „Im Dezember eines jeden Jahres ist es zwingend erforderlich, die Bienen von der Varroamilbe, einem dann auf den Bienen sitzenden Brutparasiten, zu befreien.“ Ohne diese notwendige imkerliche Hilfe würden die meisten Bienenvölker das darauffolgende Jahr nicht überleben.

Spätestens im zweiten Jahr wären alle Bienen tot. Mit einer geträufelten organischen Säure während einer Frostperiode stellen die Imker sicher, dass die Bienen im kommenden Frühjahr gesund ausfliegen und ihre Arbeit in der dann aufblühenden Umwelt aufnehmen können. Die erfolgreiche Arbeit der Bienen findet jeder Gartenbesitzer im Sommer als Obsternte im eigenen Garten wieder und denkt dann vielleicht an den Nutzen der Bienen.

Nach dem Vortrag von Dr. Pia Aumeier in der Mehrzweckhalle Schafhausen ging es 800 Meter entfernt zum Bienenstand von Tanja und Stefan Drachenberg. Bevor es an die Praxis bei der Bienenstandbegehung ging, gab es erst einmal eine warme Suppe für alle Teilnehmer. Gestärkt und mit neuer Frische wurden dann in der Gruppe die Volksstärke und der Futtervorrat überprüft und die Oxalsäurebehandlung zur Restentmilbung durchgesprochen.

Interessierte Imker, vom Anfänger bis zum Berufsimker, bekamen sechs Stunden lang Informationen rund um ihre Lieblingstiere. „Jetzt liegt es an ihnen, das Gelernte auch umzusetzen“, sagte Drachenberg zum Ende der Veranstaltung. Denn dass die Varroamilben die Bienen befallen können, liegt an den Fehlern der Imker. „Und dem wollen wir mit diesen Veranstaltungen entgegenwirken, dass diese Fehler verhindert werden.“

Aber auch für Laien ist eine solche Veranstaltung hoch interessant, und man lernt doch, die Bienen neu einzuschätzen. So erklärte Drachenberg extra noch einmal: „Die im Sommer im Garten fliegenden gelb-schwarzen Tiere sind Wespen und keine Bienen. Bienen sind nicht gelb, sondern braun, und fressen auch keine Grillkottelets.“

Seit 2006 machen die Drachenbergs fünf bis sechs solcher Euregionalen Imkertage in Heinsberg im Jahr, immer genau dann, wenn eine wichtige Zeit für Imker ist, sich um ihre liebsten Bienen zu kümmern. Aufgrund des regen Zuspruches wird diese Tradition auch in 2014 weitergeführt.

Erstmalig wird eine kreisweite Königinnenvermehrung unter Anleitung von Dr. Pia Aumeier und Stefan Drachenberg stattfinden. Die weiteren Termine werden noch veröffentlicht.

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