Bestandsgarantie für die Peter-Jordan-Förderschule

Von: Norbert F. Schuldei
Letzte Aktualisierung:

Hückelhoven. SPD und Grüne wollen am Mittwoch im Landtag des Gesetz zur schulischen Inklusion abschließen, das dann zum Schuljahr 2014/15 in Kraft treten soll. Ziel ist, das gemeinsame Lernen von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung in den Schulen des Landes auszubauen.

Das in Hückelhoven bestehende so genannte Kompetenzzentrum in Sachen Inklusion kann mit dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes nicht weiter fortgeführt werden. „Es ist ein Erfolgsmodell“, sagt Hückelhovens Schuldezernent Helmut Holländer, „und es ist schade, dass es nicht in das Gesetz aufgenommen worden ist.“ Aber man müsse eben „mit den Gegebenheiten leben“.

Aber, und darauf legt Holländer großen Wert, „der Förderstandort der jetzigen Peter-Jordan-Schule ist auch nach der Verabschiedung des Gesetzes durch den Landtag nicht gefährdet. Sie wird ein Standort bleiben, das steht außer Frage, das ist einhellige Meinung aller Beteiligten.“ An der Peter-Jordan-Schule werden derzeit mehr als die vorgesehenen 142 Schüler mit unterschiedlichen Behinderungen beschult.

Mit Inkrafttreten des Gesetzes soll die Förderung von Schülern mit unterschiedlichen Behinderungen in den allgemeinen Schulen – also Hauptschulen, Realschulen oder Gymnasien – der Regelfall werden. Der Unterricht in Förderschulen auf Wunsch der Eltern wird aber auch weiterhin möglich bleiben.

Der Kreis Heinsberg unterhält derzeit als Förderschulen die Gebrüder-Grimm-Schule, die Janusz-Korczak-Schule und die Rurtal-Schule. Daneben bestehen im Kreisgebiet fünf weitere Förderschulen in Trägerschaft einer Gemeinde oder eines Zweckverbandes: Die Comeniusschule in Übach-Palenberg, die Don-Bosco-Schule in Heinsberg, die Mercator-Schule in Gangelt, die Pestalozzischule in Erkelenz sowie die Peter-Jordan-Schule in Hückelhoven. „Eine abschließende Meinung zur Ausgestaltung der Förderlandschaft im Kreis Heinsberg besteht derzeit noch nicht“, sagt Hückelhovens Schuldezernent.

Natürlich geht es in erster Linie darum, wer die finanziellen Belastungen, die mit dem Gesetz ganz sicher Hand in Hand gehen, trägt. Die kommunalen Spitzenverbände sprechen von „zusätzlichen Belastungen in dreistelliger Millionenhöhe“, die das Land übernehmen müsse. „Fast die Hälfte der Schulträgerkosten bei den Förderschulen sind Fahrkosten“, sagt Holländer. Mit dem Kreis Heinsberg haben sich die Gemeinden, die eine Förderschule unterhalten, auf eine Zwischenlösung geeinigt: Der Kreis Heinsberg übernimmt die Fahrkosten (meist Taxis) für alle Förderschulen. „Das ist ein guter Schritt voran, denn das sind enorme Kosten“, sagt Holländer.

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