Berufsgenossenschaft um 171.000 Euro geprellt

Von: dpa
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Heinsberg/Düsseldorf. Ein 45-jähriger ehemaliger Fachbereichsleiter einer Düsseldorfer Berufsgenossenschaft hat 171.000 Euro für Reha-Maßnahmen in seine eigene Tasche umgeleitet.

Das Düsseldorfer Amtsgericht verurteilte den Mann aus Heinsberg am Donnerstag wegen Untreue zu einem Jahr und drei Monaten Gefängnis auf Bewährung. Außerdem vergatterte ihn das Gericht, den Schaden wiedergutzumachen. 60.000 Euro soll er bereits zurückgezahlt haben. Der Angeklagte hatte die Vorwürfe umfassend eingeräumt. Nachdem er fünf Jahre lang Gelder zweckentfremden konnte, war ihm die Genossenschaft auf die Schliche gekommen.

Der Angeklagte war seit 1993 bei der Berufsgenossenschaft beschäftigt, zuletzt als Fachbereichsleiter für das Reha-Management. Von 2005 bis 2010 hatte er laut Anklage 282 Mal Auszahlungen für seine privaten Zwecke angewiesen. Zur Verschleierung erfand er Versicherungsfälle.

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