Benefizkonzert: Punkbands engagieren sich für die Flüchtlingshilfe

Von: hewi
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Punkkonzert mit Benefizcharakter: (v.l.) Philipp Pietz, Rene Brocher, Nico Pflippen, Marius Spürkmann und Detlef Bonsack.

Erkelenz. „No Borders. A benefit for local refugees”: Unter diesem Titel treten am Freitag, 22. Januar, vier Punkbands aus der Region zum Benefizkonzert im evangelischen Jugendzentrum ZAK an. Dabei wird es für Freunde der härteren musikalischen Gangart ordentlich was auf die Ohren geben.

Denn die Bands „AYS“, „All Aboard“, „When there is none“ und „Under Direction“ haben sich einen Ruf erspielt, der ihnen wie Donnerhall voraneilt.

Die Musiker hatten sich spontan bereiterklärt mitzumachen, als Rene Brocher und Nico Pflippen mit der Idee an sie herantraten. Auch der Austragungsort war schnell gefunden. Denn im Zak fanden schon die in Fachkreisen als legendär bezeichneten Konzerte der „Unerschrocken“-Reihe statt. Im November 2014 musste die Reihe nach rund vier Jahren aber eingestellt werden, was auch Jugendleiter Detlef Bonsack traurig fand. Umso erfreuter war er, als die vier Bands mit ihrer Idee zu ihm kamen.

„Mit dem Konzert kann eine Zielgruppe angesprochen werden, die man über andere Kanäle kaum erreichen könnte“, betont er. „Uns war es wichtig, in der Region etwas zu machen“, ergänzt Pflippen. Die Bands machen kostenlos mit und haben auch für die Werbung einen Sponsor gefunden, der die Flyer bezahlt. Die restliche Kommunikation läuft zumeist über die sozialen Netzwerke. „Wir sind gut vernetzt“, sagte Philipp Pietz, der mit seiner Band „AYS“ schon Konzertreisen nach China absolviert hat. Auch da waren der Kontakt zu den dortigen Punks und die Organisation größtenteils über das Internet gelaufen.

Für den Flüchtlingshilfsverein „Willkommen in Erkelenz“ betont Kurt Lehmkuhl, dass das Konzert eine gute Möglichkeit sei, das Thema auch bei jungen Menschen ins Bewusstsein zu rufen.

Die Zuhörer des Punkkonzerts können selbst bestimmen, wie hoch der Eintritt und damit ihre Spende für den Verein sein soll. „Wir nehmen einen Mindesteintritt von fünf Euro“, erklärt Mitorganisator Brocher. „Wer mehr geben will, kann dies gerne tun.“ Darüber hinaus wird am 22. Januar auch eine Liste ausliegen, in die man sich eintragen kann, wenn man Möbel oder andere nützliche Dinge spenden kann und will. „Wir haben derzeit nicht die Möglichkeit, viele Spenden bis zu ihrer Verwendung einzulagern. Daher wäre es sinnvoll, wenn wir bei Bedarf darauf zugreifen können“, erläutert Lehmkuhl.

Flüchtlinge haben übrigens freien Eintritt bei „No Boarders“ – falls ihnen die Musik zusagt. Das Konzert beginnt am kommenden Freitag um 19 Uhr im ZaK, Gemeindezentrum an der Mühlenstraße.

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