Wassenberg-Myhl - Benefizkonzert in Myhl: Zeichen der Hoffnung gesetzt

Benefizkonzert in Myhl: Zeichen der Hoffnung gesetzt

Von: Anna Petra Thomas
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Mit ihrer musikalischen Reise eines gestrauchelten Menschen, der schließlich zu Gott findet, begeisterten die Opernsängerin Vera Wenkert und die Harfenistin Giedrė Šiaulytė. Foto: Anna Petra Thomas

Wassenberg-Myhl. In einem Boubou, der Kleidung seiner afrikanischen Heimat Ghana, empfing der Steyler Missionar Pater Dr. Gerald Tanye die Besucher eines Benefizkonzerts in der Pfarrkirche in Myhl. Eingeladen dazu hatten die Pfarrei St. Marien, der Wassenberger Kulturförderverein und die Stadt. „Saatgut für Bildung gegen Armut und Not!“ war das Konzert überschrieben, dessen Erlös, rund 1800 Euro, jetzt bedürftigen Familien in der Heimat von Pater Tanye in Form von Schulgeld für deren Kinder zugutekommen wird.

Den Anfang macht der Quartettverein Myhl unter der Leitung von Hermann Josef Kitschen mit fünf Liedern. „Dein Name sei gelobt“ hallte es nach russischen Motiven, komponiert von Peter Brettner, durch das Kirchenschiff. Es folgten „In monte Oliveti“ von Franz Schubert (bearbeitet von Jakob Christ) und „Lass dir an meiner Gnade genügen“ von Theresia Schlechtriem. Ausdrucksstark präsentierte sich der Chor auch beim Sanctus von Friedrich Silcher und bei „Gottes Macht und Vorsehung“ von Ludwig Beethoven (Jakob Christ).

„Wir nehmen Sie mit auf die Reise eines Menschen“, kündigte die aus Wassenberg stammende und weltweit aktive Opernsängerin Vera Wenkert den zweiten Teil des Konzerts an. Diesen bestritt sie gemeinsam mit der in Mönchengladbach lebenden Harfenistin Giedr Šiaulyt aus Litauen und dem Wassenberger Organisten Heinz-Peter Küppers.

In den ersten beiden Arien, „Vissi d´arte“ (Tosca) von Giacomo Puccini und „Lascia ch´io pianga (Rinaldo) von Georg Friedrich Händel, die sie in Begleitung der Harfenistin präsentierte, gehe um einen Menschen „von hier oder irgendwo“, der ins Straucheln geraten seien, erklärte Vera Wenkert. Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, hatten die Konzertbesucher dann beim Harfensolo „La Source“ Op. 44 von Alphonse Hasselmans.

„Morgen“ und „Zuneigung“ von Richard Strauss, wieder begleitet von der Harfenistin, waren für Vera Wenkert Zeichen, die den gestrauchelten Mensch wieder Hoffnung schöpfen ließen. Wieder begeisterte Giedr Šiaulyt anschließend mit einem Solo, „Inpromptu“ Op. 86 von Gabriel Fauré.

Schließlich habe der Mensch erkannt, dass er nur bei Gott Trost, Zuflucht und bedingungslose Liebe finde, hatte Vera Wenkert in ihrer Einführung zu ihren letzten drei Liedern erklärt. Bei den ersten beiden, dem „Ave verum“ von Wolfgang Amadeus Mozart und dem „Dank sei Dir, Herr“ von Georg Friedrich Händel, sang die Sopranistin auf der Orgelbühne, begleitet von Heinz-Peter Küppers an der Orgel. Das Finale, mit Vera Wenkert, begleitet von Harfe und Orgel, war das „Panis angelicus“ von César Franck.

Das Publikum war begeistert und sicherte sich mit seinem Applaus als Zugabe das „Amazing Grace“. Tanye sprach allen aus dem Herzen, als er verkündete: „Diese Stunde war für alle ein musikalischer Hochgenuss!“ In Neudeutsch würde man sagen „eine Mega-Vorstellung“. Sein Dank ging noch einmal an Vera Wenkert, die bei Arnold Plümäkers im Wassenberger Kinderchor ihre erste musikalische Ausbildung erfahren habe und heute auf den Bühnen Europas und darüber hinaus bekannt sei, was auch für die Harfenistin gelte. Dank sagte er nicht zuletzt auch Heinz-Peter Küppers, „auf allen Orgelbühnen in Wassenberg zu Hause“, schmunzelte er.

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