Beim Friedensgebet ein Zeichen gesetzt

Von: Sebastian Riechel
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Am Friedenspfahl versammelten sich alle Teilnehmer zum Friedensgebet: (v.l.) VIKZ-Vertreter mit Furkan Öz, Pastor Abram Esau, Pfarrerin Susanne Bronner, Coskun Sezgin und Cemalettin Daban von der Alevitischen Gemeinde und Vertreter des Bläserchors der Evangelischen Kirchengemeinde. Foto: Sebastian Riechel

Hückelhoven. Zu Beginn der Interkulturellen Woche in Hückelhoven fand auf dem Hartlepooler Platz am Gymnasium ein interreligiöses Friedensgebet statt. Direkt neben dem hölzernen Friedenspfahl, den die Worte „Möge Frieden auf Erden sein“ in acht verschiedenen Sprachen zieren, versammelten sich Vertreter verschiedener Religions- und Glaubensgemeinschaften und beteten für den Frieden in der Welt.

Unter den Teilnehmern waren Vertreter der Evangelischen Kirchengemeinde Ratheim/Gerderath, der Alevitischen Gemeinde im Kreis Heinsberg, der Baptistengemeinde Hückelhoven-Baal, Pax Christi Hückelhoven, von Ditib Hückelhoven sowie des VIKZ, dem Verein für islamische Kulturzentren.

Liebe, Toleranz und Respekt

Eröffnet wurde das interreligiöse Gebet von Pfarrerin Susanne Bronner von der Evangelischen Kirchengemeinde, die den Wunsch nach Frieden aller Völker und Glaubensgemeinschaften gerade in diesen turbulenten und unsichereren Zeiten in den Mittelpunkt rückte. Sie selbst hatte dieses Friedensgebet ins Leben gerufen. „Seit ein paar Jahren halten wir engen Kontakt zu Ditib und veranstalten jährlich ein Friedensgebet. Dieses Jahr wollten wir mehr Glaubensgemeinschaften erreichen, und viele sind unserer Einladung gefolgt.“

So auch Coskun Sezgin und Cemalettin Daban von der Alevitischen Gemeinde, die die Anwesenden mitnahmen auf eine kurze Reise durch die Geschichte und Herkunft des Alevitentums. Am Ende riefen sie den Zuhörern zu: „Möge Allah den Hass in Liebe umwandeln, damit die Welt friedlicher wird.“

Liebe und Toleranz waren ebenso die Stichworte, die Imam Cigirgan in seinen Gebeten aufgriff und zum Ausdruck brachte. „Für die freie Religionsausübung müsse jeder Mensch eintreten, das Leben der Menschen in einer Gesellschaft müsse durch Liebe, Toleranz und Respekt geprägt sein“, sagte er.

Die Zuhörer und Teilnehmer, unter denen sowohl viele Christen als auch Muslime aller Altersklassen waren, konnten den Worten und Liedern der islamischen Verbände in Arabisch und Deutsch folgen. Für Furkan Öz vom Verein der islamischen Kulturzentren und Pastor Abram Esau von der Baptistengemeinde war das Friedensgebet ebenfalls ein guter Anlass, ein Zeichen für den Frieden zu setzen und so dazu beizutragen, Vorurteile abzubauen.

Öz erklärte, der Koran alleine reiche nicht aus für das alltägliche Leben eines Muslims. Es bedürfe der Erläuterungen und Erklärungen des Propheten Mohammeds, der sogenannten „Sünnet“. „Zum Beispiel sagt uns der Koran, dass wir beten sollen, aber nicht wie. Dazu benötigen wir die Sünnet“, erläuterte Öz weiter. Pastor Abram Esau rief in seinem Friedensgebet dazu auf, Wege des Friedens, der Versöhnung und der Barmherzigkeit zu finden.

Begleitet wurde das Gebet vom Bläserchor der Evangelischen Kirchengemeinde. Zum Abschluss dankte Pfarrerin Susanne Bronner allen Teilnehmern und verteilte im Namen aller Glaubensgemeinschaften eine kleine abgedruckte Friedenstaube mit einem Olivenzweig im Schnabel, die die Zuhörer an dieses Ereignis auch in Zukunft erinnern soll.

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