Bei Kindern für die Oper echte Begeisterung geweckt

Von: defi
Letzte Aktualisierung:
7679900.jpg
Die Kölner Opernkiste spielte Musiktheater für Kinder. Die Schüler des Grundschulverbunds Grebben-Schafhausen hatten ihren Spaß. Foto: defi

Heinsberg-Grebben. Eine Oper für Kinder? Oper ist für manch einen Erwachsenen schon „schwere Kost“. Wenn die Geschichte von Hänsel und Gretel statt von Batman und Robin erzählt und dazu auch noch ziemlich komisch gesungen wird, müssen die Darsteller schon ein wenig in die Trickkiste greifen, um die Aufmerksamkeit des jungen Publikums zu gewinnen.

Der Kölner Opernkiste gelang sogar noch eine Steigerung, sie weckte echte Begeisterung, und so manch ein Opernfan erlebte seine erste Aufführung im „wunderschönen Opernsaal“, der Turnhalle des Grundschulverbunds Grebben-Schafhausen.

Die Sporthalle am Grebbener Schulstandort war gefüllt mit den Schülern der beiden Grundschulen. Schon im Unterricht hatten sich die Kinder auf den Opernbesuch vorbereitet, einzelne Hänsel&Gretel-Lieder eingeübt und schöne Masken gebastelt. Schließlich sollten die Schülerinnen und Schüler nicht nur Zuschauer sein, sondern auch in die ein oder andere Rolle der Aufführung der Engelbert Humperdinck-Oper selber schlüpfen.

„Opernkistendirektor“ Stefan Mosemann (Regisseur, Bariton, Vater und Hexe in einer Person) und seine beiden Mitstreiter Kathrin Smith (Sopran, Gretel) und Arno Bovensmann (Tenor, Hänsel) gelang es gleich von Beginn an, die Kinder in das Geschehen im „wunderschönen Opernsaal“, so Mosemann Fantasie weckend, mit einzubeziehen. Was man für eine Oper brauche, was ein Duett sei („Wenn zwei singen“, richtig) oder ein Terzett? Auf viele Fragen wussten die Kinder ebenso viele antworten. Die Finger schnellten in die Höhe, als die Mitspieler sich melden sollten. Erst kamen die Engel an die Reihe und wurden ausstaffiert, dann das Sandmännchen und zum Schluss die Oma.

„Billeb, Billeb“, forderte die Klasse 3. lautstark, doch Lehrerin Rita Billeb verzichtete zugunsten von Kollegin Gertrud Schlömer auf diese Traumrolle. Großes Lob und Daumen hoch für die Oma gab es von den jungen Opernfans.

Schulleiter Peter Saßen freute sich über den Erfolg des gemeinsamen Schulprojektes des Schulverbunds Grebben-Schafhausen: „Es ist schön, wenn die Kinder auf diese Weise Oper kennen lernen.“ 165 Kinder sammelten bei „Hänsel und Gretel“ erste Musiktheater- Eindrücke.

Die Kölner Opernkiste verfolgt ein wunderschönes Konzept: „Wir möchten vermitteln, dass Oper das Selbstverständlichste und Natürlichste auf der Welt sein kann.“ Die kindgerechten Fassungen der gespielten Stücke überspringen leicht den Bühnengraben, und auch das Eingreifen der Kinder an einigen Stellen des Bühnengeschehens öffnet dem jungen Publikum den spielerischen Zugang zur großen Oper.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert