Bei der Fusion der beiden Heinsberger Hauptschulen feiern 400 Gäste

Von: anna
Letzte Aktualisierung:
10970718.jpg
Mit Bürgermeister Wolfgang Dieder (l.) und Schulleiter Christoph Scholz (r.) präsentierte Angelika Ladwig das neue Logo der Schule. Foto: anna

Heinsberg-Oberbruch. Zwei Haushälften, die ineinander verschachtelt sind und so symbolisch zusammenwachsen: Das war die Idee von Angelika Ladwig für das Logo der fusionierten Gemeinschaftshauptschulen von Oberbruch und Heinsberg.

Gemeinsam mit Bürgermeister Wolfgang Dieder und Schulleiter Christoph Scholz durfte die ehemalige Zehntklässlerin erst ihren Entwurf und dann das fertig gestaltete Logo erstmals der Öffentlichkeit präsentieren.

Das war der Höhepunkt der sogenannten Fusionsfeier, zu der die Hauptschule Donnerstagnachmittag ins Schulzentrum nach Oberbruch eingeladen hatte. Zunächst hatten dort 14 Schüler aus neun Nationen in den Vorbereitungsklassen die rund 400 Gäste begrüßt. „Ihr bereichert unsere Schule und macht sie richtig bunt“, dankte ihnen der Schulleiter für ihren Beitrag zur Feier.

Mit dem Beschluss für die Gesamtschule habe der Heinsberger Stadtrat vor nunmehr fast zwei Jahren auch den Untergang der beiden Hauptschulen besiegelt, erklärte Scholz. „So sind wir nun seit dieser Entscheidung gemeinsam auf unserem sinkenden Schiff unterwegs.“

Ein Jahr später habe es dann den Beschluss zur Schließung der Heinsberger Hauptschule gegeben. Alle verbliebenen Lehrer und Schüler wechselten zu Schuljahresbeginn nach Oberbruch. „Unsere damaligen beiden Schulleitungen und Kollegien haben aber von Anfang an nicht von einer Auflösung oder Übernahme, sondern von einer Fusion gesprochen und zwar auf Augenhöhe“, betonte Scholz. Im Team habe man es geschafft, den Schülern und Kollegen, die in Heinsberg ihr altes Zuhause verloren hatten, in Oberbruch ganz schnell eine neue Heimat zu geben.

Gemeinsam habe man sich in vielen vorbereitenden Konferenzen auf den Weg gemacht. Das hätten auch die Schüler mit gegenseitigen Besuchen getan. Diese Gemeinsamkeit habe sich schließlich beim Wettbewerb zur Entwicklung des neuen Logos gezeigt, an dem die Schüler beider Schulen gleichberechtigt beteiligt gewesen seien.

Einen Blick in die Zukunft wagte Scholz, forderte aber zugleich zum fröhlichen Feiern auf, „auch wenn am Ende dieses Weges in fast vier Jahren das endgültige und unvermeidliche Ende unserer Schule liegt“. Neue Schüler nimmt die Hauptschule nicht mehr auf. Derzeit hat sie noch 270 Schüler in den Klassen sieben bis zehn. 100 Schüler davon haben zuvor die Schule in Heinsberg besucht.

Zum Rahmenprogramm trugen die Schüler der Hauptschule und der benachbarten Rurtalschule mit musikalischen Beiträgen bei. Was vor der Fusion in den beiden Schulen an Vorurteilen kursierte und wie man sich schließlich doch glücklich zusammenfand, spielten die Schüler in einem Sketch. Schließlich wurde im Rahmen der Fusionsfeier auch die neue Fußballmannschaft der Schule geehrt, die es bei den Schulmeisterschaften schon auf Platz fünf geschafft hatte.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert