Hückelhoven - Bei der Astro-AG sind alle Augen ins All gerichtet

Bei der Astro-AG sind alle Augen ins All gerichtet

Von: Helmut Wichlatz
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Haben mit Hilfe der sanierten Kuppelsternwarte weiterhin den Durchblick: (v.l.) Astro-AG-Leiter Robert Lebek, Schulleiter Arnold Krekelberg und die Schüler. Foto: Helmut Wichlatz

Hückelhoven. Sie gehört sicherlich neben der Himmelsleiter und Schacht 3 zu den Wahrzeichen Hückelhovens: Die Kuppelsternwarte auf dem Dach des Hückelhovener Gymnasiums. 1970 fasste der damalige Stadtrat den Beschluss, die Kuppel zu errichten. Fertiggestellt wurde sie 1973.

Durch die Kuppel mit ihrem Öffnungs- und Drehmechanismus bekam die Schule ein unverkennbares Markenzeichen aufs Dach gesetzt, das auch reichlich genutzt wird. Seit 18 Jahren ohne Unterbrechung arbeitet die Astro-AG aus Schülern, Eltern, Ehemaligen und Interessierten einmal pro Woche an und in der Kuppel oder recherchiert bei schlechtem Wetter astronomische Themen im Internet. Geleitet wird die Arbeitsgemeinschaft von Robert Lebek und Wilfried Reiners.

15.000 Euro investiert

„Das Interesse der Kinder und Jugendlichen ist groß“, erklärte Lebek nun bei der offiziellen Inbetriebnahme der Kuppel nach den Reparaturarbeiten in den Weihnachtsferien. Diese waren nötig geworden, weil vor allem an der Drehmechanik und der manuell zu betätigenden Öffnung der Kuppel der Zahn der Zeit genagt hatte. Also wurden die Stadt als Schulträger und der Förderverein aktiv und brachten die rund 15.000 Euro für die Arbeiten auf. Nun lässt sich die Kuppel über einen Radkranz per Kurbel wieder um bis zu 61 Grad drehen.

Beim Ortstermin überzeugten sich Schuldezernent Helmut Holländer und der Vorsitzende des Fördervereins, Joachim Ringk, vom Erfolg der Arbeiten. Das Fernrohr, mit dem die AG abends auf Sternenjagd geht, stammt aus dem Jahr 1975 und wurde in der damaligen DDR bei Zeiss Jena hergestellt. „Damit arbeiten wir heute noch einwandfrei“, erklärte Lebek, bevor er für die Besucher in der Kuppel den Jupiter ins Visier nahm.

Eine der größten Börsen

Neben den regelmäßigen Treffen organisiert die AG auch seit 2000 den jährlich stattfindenden Astro-Treff, der sich zu einer der größten Börsen in der Region entwickelt hat und auch Besucher aus den Nachbarländern anzieht. Die nächste Astronomieausstellung ist am nächsten Samstag.

Wer einmal dabei ist, der bleibt in aller Regel auch dabei, weiß Lebek. Und so ist es nicht erstaunlich, dass neben Fünftklässlern auch Erwachsene regelmäßig zu den Treffen kommen. Die AG ist somit ein Dauerbrenner, um dessen Zukunft sich die Leiter keine Sorgen machen müssen.

Denn Rebecca und Moa aus der 5b peilen schon die Nachfolge an. „Ich werde Robert und Rebecca wird Willi“, sagte Moa. Auf die Frage, weshalb sie an der AG teilnimmt und was sie am Weltall so fasziniert, gibt sie eine Antwort, die jeden Treckie zu Tränen rühren würde. „Ich will da draußen Antworten finden“, erklärte sie. „Wenn man dabei vielleicht noch sieht, wie eine Galaxie explodiert, ist das umso cooler.“

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