Begegnung der Kulturen: Interkulturellen Woche

Von: Norbert Koenigs
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Der Chor Rajbinushka trat auf beim Abend der Kulturen, ebenso wie Kaan Cevahir und seine Schülerinnen und Schüler. Foto: Koenigs

Hückelhoven. Es war ein etwas anders gestalteter Abend, der Abend der Kulturen in der Aula des Hückelhovener Gymnasiums. Heinz-Josef Schmitz als Integrationsbeauftragter der Stadt Hückelhoven und Birgit Fluhr-Leithoff als Leiterin des Arbeitskreises Integration hatten die Moderation übernommen und führten souverän durch eine abwechslungsreiche und informative Veranstaltung.

„Auf einem guten Weg“

„Vielfalt – das Beste gegen Einfalt“ lautete bei diesem Abend im Rahmen der Interkulturellen Woche das Motto. Zwei Bevölkerungsgruppen standen im Mittelpunkt: türkischstämmige Menschen und Spätaussiedler aus Russland. „Wir sind in Hückelhoven auf einem guten Weg“, meinte Integrationsbeauftragter Heinz-Josef Schmitz und begrüßte neben dem Landrat Stefan Pusch besonders die Vertreter der Moscheen.

Kulturelles Miteinander als Chance und Bereicherung zu verstehen, das wurde beim Abend der Kulturen eindrucksvoll demonstriert durch Gespräche, aber auch musikalische Darbietungen verschiedenster Art. Schon bald wurde die Zielsetzung des Abends von den Gästen erkannt, dass Integration nur gelingen kann, wenn sich beide Seiten darauf einlassen. Wie hieß es so treffend aus dem Munde der Moderatoren: „Integration verwirklicht sich in der interkulturellen Begegnung mit dem Respekt und der Offenheit der anderen Kultur gegenüber und ist verbunden mit der Teilhabe an gemeinsamen Wertvorstellungen.“

„Menschen kommen hierher, lernen unsere Kultur kennen, bringen aber auch etwas mit und zeigen uns das“, sagte Landrat Stefan Pusch, der in seiner Rede darauf ein ging, dass die Geschichte zeige, Menschen seien immer als Flüchtlinge unterwegs gewesen. Er betonte, es gebe Momente, in denen man als Mensch handeln müsse. Neu sei nur, dass so viele Menschen kämen. Und dennoch zähle man lediglich einen Flüchtling auf 1000 Europäer.

Die nationale Vielfalt war einer der Schwerpunkte des Abends der Kulturen. Dabei galt der türkischstämmigen Bevölkerungsgruppe als stärkster Migrantengruppe besondere Aufmerksamkeit und die Geschichte der Russlanddeutschen wurde am Beispiel einer Familie erläutert. Der Blick wurde aber auch auf Hückelhoven gerichtet und auf die Ankunft der ersten Gastarbeiter von Sophia-Jacoba, auf die Entwicklung im Bergbau, die Stilllegung von Sophia-Jacoba und die damit verbundene Angst vor hoher Arbeitslosigkeit und Verarmung der Region.

Als Moderator stellte Heinz-Josef Schmitz an diesem Abend nicht nur Fragen, sondern beantwortete auch welche. Er verstehe seine Rolle als Integrationsbeauftragter der Stadt Hückelhoven darin, Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen zusammenzuführen. Schließlich prägten sie das Stadtbild von Hückelhoven entscheidend mit.

Der Abend der Kulturen brachte auch in musikalischer Hinsicht viel Abwechslung. Kaan Cevahir begeisterte mit seinen Schülerinnen und Schülern ebenso das Publikum wie die Gruppe des Gymnasiums und der Chor Rajbinushka.

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