Begegnung bei Canthe im Alten Rathaus von Ratheim

Von: hl
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Dieter Crumbiegel und Henriette Echghi-Ghamsari stellen beim Kunstverein Canthe im Alten Rathaus von Ratheim aus. Die einführenden Worte sprach zur Eröffnung Kunsthistorikerin Dr. Christine Vogt (links). Foto: Koenigs

Hückelhoven-Ratheim. Zur Eröffnung der Ausstellung mit dem Titel „Begegnung“ mit Werken von Henriette Echghi-Ghamsari und Professor Dieter Crumbiegel im Alten Rathaus in Ratheim konnte der Vorsitzende der veranstaltenden Künstlergruppe Canthe, Helmut Neußer, zahlreiche Gäste begrüßen, unter ihnen auch die stellvertretende Bürgermeisterin Andrea Axer.

Gleich beim Eintritt wurden die Besucher durch eine Installation schon in das eine oder andere Thema der Ausstellung eingeführt, zum Beispiel „Eine Welt für alle“ oder „Was ist der Unterschied zwischen einer gesprochenen und einer geschriebenen Welt?“. Schon diese Beispiele zeigten, dass es beim Betrachten der Ausstellung nicht nur auf das einfache Sehen einzelner Kunstwerke ankommt, sondern auch auf die – wenn man so will – philosophische Auseinandersetzung damit.

Ebenso kenntnisreich wie engagiert interpretierte Dr. Christine Vogt, die Direktorin vom Museum Ludwig-Galerie Schloss Oberhausen und in Ratheim schon öfter gerne gehört, die Werke der beiden Künstler sowohl auf deren Aussagen hin als auch auf die malerische und gestalterische Umsetzung.

Und beim Gang durch die Ausstellung konnten die Betrachter erleben, wie besonders in den unterschiedlichen äußeren Formen – bei Echghi Figurinen mit Hinweisen auf die Vielfalt menschlicher Begegnung, bei Crumbiegel in geradezu explodierenden Farben – bei allen Verschiedenheiten, zum Teil auch Gegensätzen, ein Gemeinsames vorhanden war: die Wahrnehmung von Welt. Und die ist bei jedem Menschen anders. Aber in dieser individuellen Wahrnehmung wird eben sichtbar, dass die Welt nur in der Wahrnehmung sichtbar ist.

Vogt erhielt viel und lang andauernden Beifall für ihre frei gehaltene Rede, die immer auch von einem feinen Humor begleitet war.

Die etwas komplizierten Zusammenhänge lassen sich vielleicht einfacher am Thema der Ausstellung – „Begegnung“ – darstellen: Da ist die Begegnung der beiden Künstler mit ihren unterschiedlichen Wahrnehmungen und Interpretationen von Welt, da ist die Begegnung der Besucher mit den einzelnen Werken – und nicht zuletzt der Austausch von Ideen und Meinungen zu den einzelnen Werken in der Begegnung der Besucher untereinander.

Musikalisch wurde die Vernissage umrahmt von Roswita Brüß (Klavier) und Brigitte Jansen (Flöte). Sie spielten „Sicilienne“ von Paradis und „Berceuse“ von Fauré.

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