Heinsberg - Begas-Haus steht im Finale der Museen

Begas-Haus steht im Finale der Museen

Von: Anna Petra Thomas
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Das großformatige Gemälde der Tänzerin Fanny Eißler hatte der Jurorin Laurella RinÇon aus Paris (rechts), hier bei ihrem Rundgang mit Museumsleiterin Dr. Rita Müllejans-Dickmann, besonders gut gefallen. Foto: anna

Heinsberg. Gut vier Wochen lang mussten sich Museumsleiterin Dr. Rita Müllejans-Dickmann und ihr Team im Heinsberger Begas-Haus nach dem Besuch der Jurorin des Europäischen Museums-Forums (EMF) gedulden, doch nun steht fest: Das Museum in der Kreisstadt gehört zu den Finalisten im Wettbewerb um das „Europäische Museum des Jahres“ 2017.

Das Finale und die Preisverleihung finden vom 3. bis 6. Mai in Zagreb in Kroatien statt.

„Dass wir die Nominierung geschafft hatten, war für uns schon großartig!“, freute sich die Museumsleiterin nach der positiven Nachricht von der Jury. Jetzt gehöre das Begas-Haus darüber hinaus nicht nur zu den 24 Teilnehmern des Finales, ausgewählt aus ursprünglich 46 nominierten Museen, sondern dürfe ab Jahresbeginn 2017 auch schon das Logo des Europäischen Museums-Forums führen.

Dass die Heinsberger es schaffen könnten, hatte sich schon Ende Oktober bei dem Besuch der Jurorin in Heinsberg angedeutet. Die Französin Laurella RinÇon ist eine der elf Juroren des EMF, die in Europa unterwegs waren, um die schriftlichen Bewerbungen der Museen zu prüfen und sich zudem selbst vor Ort ein eigenes Bild zu machen.

„Das ist ein sehr, sehr guter Kandidat“, hatte die Mitarbeiterin der nationalen Kommission Frankreichs für die Unesco nach ihrem Besuch im Begas-Haus im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt. Das Museum sei voll von schönen Überraschungen und überzeuge durch die Originalität, mit der es sich einer klassischen Thematik, mehr noch der Betrachtung einer gesamten Künstlerdynastie widme. Dies hatte die Jurorin insbesondere auf die Multimedia-Installationen bezogen, denen sie eine hohe Qualität bescheinigt hatte.

„Ich schätze auch die Qualität der Sammlung selbst“, hatte sie betont. Diese werde in einem zusammenhängenden Ensemble gezeigt und doch nähere man sich ihr in jedem Raum auf eine ganz eigene Art und Weise. Besonders beeindruckt hatte sie die Integration der Literatur, die Einfluss auf die Malerei genommen hatte oder der Platz, der auch Akademie und Atelier im Museum eingeräumt wird, nicht zuletzt durch die interaktive Staffelei. „Vor allem aber hat das Museum hier keine Angst, sich auch komplizierten Themen zu stellen“, hatte Laurella RinÇon betont. „Es gibt hier viele sehr positive Elemente.“

Mit vier weiteren deutschen Kandidaten hatte das Begas-Haus im Kreise der 46 nominierten Häuser konkurriert: mit dem Römerbergwerk Meurin in Kretz, der Festung Königstein in Dresden, dem Europäischen Hansemuseum in Lübeck und dem Deutschen Fußballmuseum in Dortmund. Wer von den übrigen deutschen Häusern noch dabei sein wird, ist der Museumsleiterin noch nicht bekannt.

Bisherige deutsche Preisträger waren das Städtische Museum Schloss Rheydt (1977), das Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim (1992), das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven (2007) und das Ozeaneum in Stralsund (2010).

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