Begas-Haus: Besucherzahl bricht alle Rekorde

Von: Anna Petra Thomas
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Jakob Wöllenweber, Förderverein Industriepark Oberbruch, Museumsleiterin Dr. Rita Müllejans-Dickmann und Mitarbeiterin Barbara Jacobs (v.l.) freuen sich, dass die Ausstellung um zwei Wochen verlängert wird. Foto: anna

Heinsberg. Die Besucherzahlen sind sensationell. Die Ausstellung „Menschen bei Glanzstoff“ im Heinsberger Begas-Haus wird daher um zwei Wochen bis zum 26. Juni verlängert. Dies erklärten Museumsleiterin Dr. Rita Mül- lejans-Dickmann und Jakob Wöllenweber, Vorsitzender des Fördervereins Industriepark Oberbruch, im Rahmen eines Pressegesprächs.

Bisher habe die seit 10. April geöffnete Ausstellung auf der Sonderfläche des Museums bereits rund 1300 Besucher angelockt, freute sich die Museumsleiterin. Schon in den ersten beiden Wochen nach der Eröffnung seien es 500 gewesen und alleine am diesjährigen Museumstag sogar 260, was aktueller Tagesrekord für das Museum sei. „Wir spüren, dass wir mit diesem Thema den Nerv der Bevölkerung getroffen haben“, ergänzte Wöllenweber, „und das über alle Generationen hinweg.“ Dass auch das Interesse bei jungen Menschen so hoch sei, ermutige dazu, ihnen künftig noch mehr zu bieten.

Weil das Interesse an den audiovisuellen Medien in der Ausstellung so hoch sei, habe man zwischenzeitlich eine zweite Hörstation in Betrieb genommen, an der Zeitzeugen über ihre Erinnerungen berichten würden. Zudem sei ein zweiter „Kinosaal“ eingerichtet worden, weil viele Besucher auch den restaurierten Film gerne sehen würden, der in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts entstanden sei. Viele Besucher seien wegen dieser Ausstellung sogar schon mehrfach im Museum gewesen, freute sich Wöllenweber. Und neue Gäste im Haus würden ihren Besuch auch gleich für einen Rundgang durch den „Rest“ des Museums nutzen, fügte Müllejans-Dickmann hinzu.

Dass es im kommenden Jahr sowohl einen neuen Kalender als auch eine weitere Ausstellung im Rahmen ihrer Kooperation geben werde, sei bereits sicher, erklärten beide übereinstimmend. Dabei solle dann auch dem Wunsch vieler Besucher entsprochen werden, nicht nur Fotos aus der Welt bei Glanzstoff zu zeigen, sondern auch Exponate quasi zum Anfassen.

Welchem Themenbereich sich die Ausstellung nach dem Schwerpunkt Menschen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts dann widmen werde, wollten sie noch nicht verraten. „Die Spannung muss bleiben!“, betonte Wöllenweber. Auch für die nächste Ausstellung kann der Förderverein aus einem reichen Fundus von mehr als 10.000 Fotos, Werkzeitschriften und anderen Materialien wie zum Beispiel Filmen schöpfen.

Was die Sonderausstellungen im Museum betrifft, ist Müllejans-Dickmann jetzt bereits im Jahr 2019 angekommen. Während die Ausstellungen mit regionalgeschichtlichem Hintergrund wie die zum Ersten Weltkrieg oder die aktuelle zur Glanzstoff-Historie sehr gut angenommen würden, sei dies bei Ausstellungen zeitgenössischer Kunst nicht so. Dennoch werde man diese künftig auch weiterhin im Wechsel mit regionaler Geschichte im Museum präsentieren.

Die nächste Sonderausstellung im Begas-Haus nimmt das 50-jährige Bestehen der Heinsberger Lebenshilfe zum Anlass, vom 28. August bis zum 11. September Kunstwerke von Künstlern mit einer Behinderung aus dem gesamten Bundesgebiet auszustellen. „Und da sind durchaus namhafte Künstler dabei“, verspricht die Museumsleiterin.

Am 8. Oktober wird es dann einen Thementag geben unter dem Motto „Darth Vader meets Lore Leia“, unter anderem mit lebensgroßen Figuren aus der Filmreihe „Star Wars“, die auch schon in diversen Fernsehsendern zu Gast waren. Auf der Sonderausstellungsfläche bietet das Museum an diesem Tag eine Laserschwert-Schule für Kinder und Jugendliche. „Wir müssen alle interessanten Wege gehen. Das ist einfach mal ein Experiment“, so die Museumsleiterin dazu.

Das Gemälde „Die Loreley“ von Carl Joseph Begas wird in dieser Zeit übrigens gar nicht im Heinsberger Museum sein, sondern in der Bundeskunsthalle in Bonn anlässlich der Ausstellung „Der Rhein – Eine europäische Flussbiografie“ vom 9. September bis zum 22. Januar 2017.

Vom 31. Oktober an wird das Begas-Haus dann wieder einmal zeitgenössische Malerei zeigen. Bis Anfang Februar 2017 sind hier Werke der Aachener Malerin Birgit König zu sehen. In ihrer Arbeit widmet sich die Künstlerin vorrangig dem Phänomen der Farbe in der Malerei, unter anderem mit selbst hergestellten Farben. König wurde für ihre Kunst im Jahr 2014 mit dem Marlies-Seeliger-Crumbiegel-Preis ausgezeichnet.

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