Bavaria Erkelenz: Fans bekommen wieder ihre Dosis Fußball

Von: Daniel Gerhards
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Bayern-Fan mit Herz und Seele: Thorsten Kowalski ist Vorsitzender des Fanclubs Bavaria Erkelenz. Foto: Daniel Gerhards

Erkelenz. Für Thorsten Kowalski steht am Freitag wieder eine lange Fahrt an. Der Grund: Die Bundesliga geht wieder los. Am Freitag spielt sein FC Bayern München auswärts beim SC Freiburg. Kowalski ist glühender Bayern-Fan, Vorsitzender des Fanclubs Bavaria Erkelenz und heilfroh, dass der Ball endlich wieder rollt.

Der Stadionbesuch, das Treffen mit anderen Fans, das ganze Drumherum – und natürlich die 90-Minuten-Dosis Fußball – haben ihm in den vergangen Wochen gefehlt. So oft sie können, fahren Kowalski und die anderen Bavaria-Mitglieder in die Münchener Arena oder zu Auswärtsspielen. „Das Miteinander ist das Schöne. Man trifft sich vor dem Spiel und tauscht sich mit Mitgliedern von anderen Fanclubs aus“, sagt Kowalski, der auch mal ein Jahr lang im Vorstand des NRW-Verbundes war, dem rund 190 Bayern-Fanclubs angeschlossen sind.

Den roten Farbklecks ins grüne Borussia-Land haben die Erkelenzer im März 2013 gesetzt. Ganz schön mutig, oder? „Blöde Sprüche muss man sich natürlich anhören. Aber man gewöhnt sich dran“, sagt Kowalski, 29 Jahre. „Man kennt ja viele Gladbach-Fans. Und man schätzt sich gegenseitig. Da gibt es keinen Hass“, sagt Kowalski.

Die Geschichte, wie es zu der Idee kam, den Fanclub zu gründen, ist recht schnelgrünel erzählt. Mehrere Bayern-Fans trafen sich regelmäßig zum Fußballschauen. Die Gruppe wurde immer größer. Irgendwann dachten sie sich: Ein eigener Fanclub, das wäre doch was. Was bei ein paar Gläsern Bier erdacht wurde, setzten Kowalski und seine Mitstreiter dann mit Unterstützung des FC Bayern in die Tat um.

Mittlerweile hat der Club 70 Mitglieder, er organisiert ein Sommerfest, eine Saisoneröffnungsfeier ein Oktoberfest und eine Abschlussfahrt. Letztere geht diesmal zum Bayernspiel gegen Darmstadt. Heimspielkarten für die Arena seien übrigens immer zu haben. Bei Auswärtsspielen gleiche der Wunsch, eine Karte zu kaufen, der Teilnahme an einer Lotterie. Wenn es keine Karten gibt, dann schauen die Mitglieder eben vor dem Fernseher. Meist treffen sie sich zu Hause. „In Erkelenz eine Kneipe zu finden, in der man sich als Bayern-Fanclub outen kann, ist gar nicht so einfach“, sagt Kowalski. Aber die Erlebnisse im Stadion sind ja sowieso die schönsten: Der 3:0-Halbfinalsieg in Barcelona im Triple-Jahr 2013, das Pokalfinale in Berlin im vergangenen Jahr oder die Reise zum Spiel in Porto. Das sind die Dinge, an die sich Kowalski gerne erinnert.

Aber die Mitglieder von Bavaria Erkelenz schauen nicht nur gern Fußball, sie spielen auch selbst. Zum Beispiel beim NRW-Cup der Bayern-Fanclubs. Dieses Turnier richtet der Club im kommenden Jahr in Erkelenz aus.

Was das Sportliche angeht, gibt Kowalski aber lieber Prognosen für seine Bayern ab: „Wenn alle gesund bleiben, ist den Bayern das Triple wieder zuzutrauen“, sagt er. Und auch für die Zukunft glaubt er an einen starken FC Bayern: Niklas Süle und Sebastian Rudy kommen aus Hoffenheim. Frank Ribery und Arjen Robben haben verlängert. Schöne Aussichten, findet Kowalski.

Langweilig werde ihm bei all den Bayernerfolgen übrigens nicht. Für Langeweile stehe eher die Winterpause. „Vier Wochen ohne Fußball – das ist Langeweile. Da muss ich samstags immer mit meiner Frau shoppen gehen“, sagt er und lacht.

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