Bauverein prägt das Gesicht von Erkelenz mit

Von: hewi
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Bauverein
Den musikalischen Auftakt bei der Mitgliederversammlung des Bauvereins Erkelenz in der Stadthalle gestaltete der Frauenchor „Auftakt“. Foto: Passage

Erkelenz. Auf der 110. Mitgliederversammlung des Bauvereins zogen Vorstand und Aufsichtsrat eine positive Bilanz. Der Aufsichtsratsvorsitzende Klaus-Dieter Köthe, der dem Bauverein seit 1998 angehört, legte sein Amt nieder. Nachfolger ist der ehemalige Bezirksschornsteinfegermeister Gerhard Jackels.

Der 1903 gegründete Verein blickt auf eine lange und erfolgreiche Geschichte zurück. Seine Gründung geht unter anderem auf den Bohrpionier Anton Raky zurück, der preiswerten Wohnraum für seine Angestellten bauen wollte. Am 6. Februar 1903 lud der damalige Bürgermeister Bernhard Hahn zur Gründungsversammlung des genossenschaftlichen und gemeinnützigen Bauvereins ein. Schon im Gründungsjahr wurden auf der heutigen Anton-Heinen-Straße die ersten Zweifamilienhäuser gebaut.

Auch heute noch ist der Bauverein ein „wichtiger Akteur der Wohnungswirtschaft“, wie der Vorstandsvorsitzende Roland hager in seiner Rede auf der Mitgliederversammlung in der Stadthalle betonte. Heute jedoch kommt er mit Investitionen in Erdwärmehäuser und barrierefreies Wohnen modern daher, denn der Bauverein hat sich den gesellschaftlichen Anforderungen angepasst. Die Gebäude am Lambertusweg wurden als vorbildliches Wohnungsbauprojekt von der Landesregierung ausgezeichnet. Heute beteiligt sich der Bauverein am „Handlungskonzept Wohnen“, in dem der Wohnbedarf bis zum Jahr 2030 analysiert wird. Bis dahin, so betonte Hager, würden rund 200 neue Wohnungen pro Jahr benötigt. Auch dem demografischen Wandel und dem Thema Wohnen im Alter müsse der Verein in seiner Planung gerecht werden. Neben der Umsetzung energiesparender Maßnahmen und dem Abbau von Barrieren bezeichnete Hager kostengünstige Mieten und die Schaffung guter Nachbarschaften als vorrangige Aufgaben des Bauvereins.

Bürgermeister Peter Jansen betonte die Verbundenheit zwischen Bauverein und Stadt. Die Idee der Genossenschaften habe in Deutschland viel bewegt, erklärte er und verwies auf die rund 2000 aktiven Baugesellschaften. An der Entwicklung in Erkelenz habe der Bauverein einen erheblichen Anteil. Und dass sich in Erkelenz etwas bewege, könne man an der Anzahl der Baukräne ablesen, die in Erkelenz weithin sichtbar in den Himmel ragen. Auch Jansen bezeichnete Nachhaltigkeit und energiesparendes Bauen als Aufgaben im modernen Wohnungsbau.

Der geschäftsführende Vorstand Norbert Schnitzler gab einen Überblick über die Aktivitäten und finanziellen Möglichkeiten des Vereins, der mit einem Eigenkapital von rund 3,190.000 Euro auf stabilen Füßen steht. Im Wirtschafts- und Finanzplan für dieses Jahr sind rund 540.000 Euro für die Modernisierung und Instandhaltung des Wohnungs- und Haubestandes vorgesehen.

Musikalisch wurde die Mitgliederversammlung vom Chor „Auftakt“ gestaltet. Die Damen um Chorleiterin Annette Latour hatten in der Stadthalle trotz ihres zehnjährigen Bestehens ihre Premiere.

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