Bauhöfe sind für Wintereinbruch gerüstet

Von: Helmut Wichlatz
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Vorrat angelegt: Dieter Amend (r.) ist unter anderem für das Salzlager des Bauhofs zuständig. Das Lager ist gut gefüllt und die Mitarbeiter des Bauhofs sind für frostige Witterung gerüstet.
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Maschinenpark im Blick: Bauhof-Mitarbeiterin Jutta Ludwig am städtischen Streufahrzeug.

Erkelenz/Hückelhoven. Wo ist er nur, der Winter? Während er derzeit weiten Teilen der USA eine Eiszeit beschert, hat er unser Rheinland bislang verschont. Dass es anders kommen kann, zeigt ein Blick zurück auf die Vorjahre, als es teils schon in der Weihnachtszeit schneite und der Frost bis in den April hinein das Sagen hatte.

Auch die Kommunen, und hier allen voran die Bauhöfe, erinnern sich daran. Es sind nicht immer gute Erinnerungen. Im Winter 2010 etwa wurden viele Städte in heimischen Gefilden im wahrsten Sinne des Wortes kalt erwischt. Nach Jahren des lauen „rheinischen Winters“ bei angenehmen Plusgraden und gelegentlichem Regen zeigte Väterchen Frost, dass durchaus jederzeit mit ihm zu rechnen sei.

Und das hatte man allenthalben in den Baubetriebshöfen und Straßenmeistereien nicht getan: In den Vorratslagern wurde das Streugut knapp und die Autofahrer schlidderten auf gut Glück auf teils zentimeterdicken Eisplatten durch den Kreis. Schon wurde Kritik laut, wie denn so etwas passieren könne und wofür man denn seine Steuern bezahle. „Dabei war das damals eher ein Problem der Hersteller, die auf die gestiegene Nachfrage nicht reagieren konnten“, erklärt Ansgar Lurweg.

Der Technische Beigeordnete der Stadt Erkelenz ist in Erkelenz unter anderem dafür zuständig, dass so etwas nicht noch einmal passieren wird. Deshalb wurde auch Vorsorge getroffen und eine Kooperationsgemeinschaft der Kommunen im Kreis gebildet, durch die jederzeit preiswert Streusalz auch in großen Mengen gekauft werden kann. „Unsere Lager sind randvoll“, betont Lurweg. Derzeit lagern im Bauhof in Erkelenz rund 400 Tonnen Streusalz. „Einen Engpass wird es sicherlich nicht mehr geben“, ist er sich sicher.

Daher haben auch die Verantwortlichen in Hückelhoven vorgesorgt. Dort warten sogar an die 600 Tonnen Streusalz auf ihren Einsatz, wie Michael Rütten betont. Der stellvertretende Leiter des Bauhofs ist aber zuversichtlich, dass das Salz in diesem Winter nicht in übermäßiger Menge zum Einsatz zu kommen braucht. Wenn doch, dann greift der Bereitschaftsdienst, bei dem immer neun Mitarbeiter zur Verfügung stehen, um die Straßen, Radwege und Bürgersteige vom Eis und der Rutschgefahr zu befreien.

Der Bereitschaftsdienst beginnt bei Temperaturen unter drei Grad. Ab dann wird der Streuwagen schon einmal vorsorglich mit Salz beladen, um schnell genug zum Einsatz zu kommen, wenn es nötig ist. Besonderes Augenmerk wird dabei immer auf die Fußgängerüberwege und Querungshilfen gelegt. Die Bürgersteige fallen aber auch in die Zuständigkeit der Anwohner, betont Rütten. Wer sich nicht sicher ist, ab wann sein Räumeinsatz gefragt ist, der sollte sich frühzeitig bei der Stadt informieren.

„Die meisten Anwohner wissen aber, was zu tun ist“, erklärt Rütten. Hauptsache sei, dass sie den geräumten Schnee nicht vom Bürgersteig auf die Straße werfen, denn von dort wird er von den Räumfahrzeugen der Stadt wieder zurückgeschleudert, sobald die Straßen geräumt werden.“ Richtig sei es, den geräumten Schnee zwischen Bürgersteig und Bordstein aufzutürmen und darauf zu hoffen, dass eine milde Witterung den Rest erledigt.

Aber mit etwas Glück bleibt uns das Problem in diesem Winter ja erspart.

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