Bauernmarkt: Kartoffelkönigin sorgt für royalen Glanz

Von: Helmut Wichlatz
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Kürbisse in verschiedenen Formen fanden auf dem Bauernmarkt ihre Bewunderer. Fotos (2):Koenigs Foto: Koenigs
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Die Landfrauen aus dem Kreis Heinsberg freuten sich auf dem Bauernmarkt über den Besuch der Rheinischen Kartoffelkönigin Stefanie Külkens.

Erkelenz-Hetzerath. Auch der 15. Bauernmarkt auf Hohenbusch lockte wieder Publikum aus der gesamten Region an. Die Organisatoren hatten vorgesorgt und zusätzlich zum Parkplatz hinter den Gebäuden noch ein abgeerntetes Maisfeld gegenüber in Petto. Viele Besucher nutzten jedoch gleich das Fahrrad oder den Shuttlebus aus Erkelenz, um zum Markt zu kommen.

Empfangen wurden sie gleich hinter der Kasse unter dem Torbogen mit einem Relikt aus nicht-öffentlichen Tagen. „Das Betreten des Gutshofes ist verboten“ stand da auf einem Schild, an dem der Zahn der Zeit gehörig genagt hatte. Bis 1984 hatte es den gemeinen Erkelenzer von Hohenbusch ferngehalten. Seit die Stadt das ehemalige Kreuzherrenkloster gekauft hat, sind ihr Veranstaltungen dort sehr lieb. Der Bauernmarkt gehört längst zu den festen Terminen im lokalen Kalender.

Und auch diesmal luden wieder um die 120 Aussteller und Anbieter zum Flanieren, Probieren und Staunen ein. Denn neben den Nahrungsmitteln, die auf den hiesigen Feldern wachsen, findet man auf dem Bauernmarkt auch immer wieder interessante Spezialitäten und besondere Produkte aus der Region. Zum ersten Mal dabei und ziemlich froh darüber war Ralf Finders aus Geilenkirchen mit seiner „ersten Fischräucherei vor Rügen“.

Nachschubprobleme

Geräuchert wurde live und vor Ort im entsprechenden Gerät. „Wir räuchern frisch und vor den Augen der Kunden“, erklärte er. Das kam bei den Kunden so gut an, dass Finders schon nachmittags Nachschubprobleme hatte. Erst bei den Brötchen, dann auch beim Fisch.„Mit einem solchen Andrang hätte ich nicht gerechnet“, räumte er ein und ergänzte, dass er sich schon für den nächsten Bauernmarkt angemeldet hatte.

Hundetrainingsplatz

Die Erkelenzer Metzgerei Rösken hatte einen Großteil ihres reichen Sortiments zu Hause gelassen und setzte auf deftige Leber- und Blutwurst, die zum rustikalen Flair des Marktes und den Vorlieben der Kunden passte. Gleich nebenan gab es bei „GéAlée“ ausgefallene Gelees und Chutneys aus eigener Herstellung. Von „Erdbeer-grüner Pfeffer“ bis „Apfel-Zimt-Curry“ reichte das Angebot. In ihrem Geschäft in Wassenberg lässt Jennifer Arndt die Kunden ebenso ausgiebig probieren wie auf dem Stand auf dem Bauernmarkt. Wert wird dabei darauf gelegt, dass die verarbeiteten Früchte aus der Region stammen.

Auf dem Turnierplatz hatte Puki seinen Spaß. Der junge Border Collie trieb nämlich bei den Vorführungen Schafe zusammen. das hat ihm sein Herrchen Thomas Schrötter beigebracht, der in seiner Dalheimer Schäferei auch rund 70 Schafe hält. Wenn die Hunde von den Schafen genug haben, hüten sie auch gerne mal eine Herde Laufenten und halten sie auf Trab.

Wie sie das machen, zeigten Schrötter, der in Gerderath auch einen Hundetrainingsplatz unterhält, bei regelmäßigen Vorführungen. Gleich nebenan knatterten und tuckerten die Landmaschinen des Lanz Bullgog Vereins West. Denn ohne Trecker ist ein Bauernmarkt doch kein echter Bauernmarkt. Und auch nicht ohne das Federvieh von der Geflügelausstellung. Überall warteten darüber hinaus Lamas, Ziegen, Schafe, Ponies und sogar ein paar zahme Frettchen auf ihre Streicheleinheiten.

Ehrenvogelschuss

Die bekamen sie vor allem von den jungen Marktbesuchern nur zu gerne. Zur Eröffnung war am Samstagmorgen war auch eine waschechte Königin angereist. Und zwar aus Karken.

Dort ist Stefanie Külken nämlich amtierende Kartoffelkönigin. Beim anschließenden Ehrenvogelschuss konnte sich der Geschäftsführer des Bezirksverbandes Geilenkirchen des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, Hubert Wapelhorst, den Ehrenvogel abschießen.

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