Bau eines neuen Rückhaltebeckens steht kurz bevor

Von: ger
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Raum für ein neues Rückhaltebecken: Bei Alt Holland beginnt der Wasserverband nun mit dem Bau des unterirdischen Beckens. Foto: Gerhards

Wassenberg. Der Bau eines neuen Regenrückhaltebeckens nahe des Hauses Alt Holland in Wassenberg steht kurz bevor. Die vorbereitenden Fällarbeiten, mit denen das Baugelände freigemacht wurde, seien „bereits vor der Brutperiode im Frühjahr“ abgeschlossen worden, teilte der Wasserverband Eifel-Rur mit, der nun mit dem Bau des Beckens beginnen will.

Das Rückhaltebecken neben der Erkelenzer Straße (B221) gegenüber des Ludwig-Essers-Platzes liegt am Zugang zum Wassenberger Stadtwald, der von vielen Spaziergängern und Joggern genutzt wird.

An diesem Standort verfügt der Wasserverband bereits über ein Regenüberlaufbecken, das ergänzt wird. Es soll bei starken Regenfällen „abgeschlagenes Mischwasser, das sich aus häuslichen Abwässern und Regenwasser zusammensetzt“, zwischenspeichern und gedrosselt dem Gasthausbach zuführen. „Mischwasser darf bei starken Niederschlägen unter bestimmten Voraussetzungen abgeschlagen werden, um nachgeschaltete Kläranlagen nicht zu überlasten“, teilte Marcus Seiler, Sprecher des Verbandes, am Mittwoch mit.

Die Einleitung in den Gasthausbach werde durch das neu zu bauende Regenrückhaltebecken auf ein für das Gewässer verträgliches Maß gedrosselt. Bisherige, teils heftige stoßweise Überläufe hätten unter anderem zu Ausspülungen geführt und die Ufer des Gasthausbachs in Mitleidenschaft gezogen, so Seiler.

Das Rückhaltebecken, das nun neben dem Überlaufbecken entsteht, soll ein Speichervolumen von 2750 Kubikmetern haben. Es wird als unterirdisches Stahlbetonbecken errichtet und nachher mit Boden abgedeckt. Zusätzlich wird ein neuer Ablaufkanal für das Abschlagswasser aus dem neuen Rückhaltebecken gebaut, um das Mischwasser erst weiter unterhalb der im Wald gelegenen Stauanlage in den Gasthausbach einzuleiten.

Die alte Einleitstelle werde zukünftig nur noch als sogenannte „Notentlastung“ benutzt, wenn die Kapazitäten beider Becken erschöpft sind. „Statistisch kann dies einmal in fünf Jahren auftreten“, teilte Seiler mit.

Die Bauarbeiten sollen ein Jahr dauern. Die Kosten liegen nach Angaben des Wasserverbandes bei rund 3,5 Millionen Euro.

Die Stadt Wassenberg plant, im Zuge des Baus, den historischen Forckenbeck-Park, der aus dem Moor- und Sumpfgebiet Judenbruch entstanden ist, in Sachen Tourismus und Naherholung weiterzuentwickeln. Der „Waldpark“ soll sich an die Gartenachse angliedern und sich an das geplante Naturparktor des Naturparks Maas-Schwalm-Nette am Pontorsonplatz anschließen.

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