„Bandidos”-Prozess in Aachen nach einer Minute abgebrochen

Von: dapd-nrw
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Bandidos
Am Aachener Landgericht hat am Donnerstag unter strengen Sicherheitsvorkehrungen der Prozess gegen sieben Mitglieder des Rockerclubs „Bandidos” begonnen. Foto: dpa

Aachen. Am Aachener Landgericht hat am Donnerstag der Prozess gegen sieben Mitglieder des Rockerclubs Bandidos begonnen. Die Männer im Alter zwischen 24 und 45 Jahren müssen sich wegen versuchter schwerer räuberischer Erpressung verantworten.

Das Verfahren wurde anders als geplant nach nur einer Minute vertagt. Einer der Angeklagten befindet sich nach Angaben des Gerichts nämlich wegen einer Erkrankung in einem Justizkrankenhaus. Der Prozess soll deshalb erst Mitte März fortgesetzt werden. Für das Verfahren hatte die Justiz in Aachen strenge Sicherheitsvorkehrungen angeordnet. So überwachten mehrere Dutzend Polizeibeamte die Zugänge des Gerichtsgebäudes, alle Besucher mussten sich gleich mehrfach Kontrollen unterziehen und ihren Personalausweis vorzeigen.

Eine ganze Reihe von Mitgliedern des Rockerclubs verfolgte den Prozessauftakt aus dem Zuschauerraum. Ein Gerichtssprecher sagte, man sei entsprechend vorbereitet, alles sei ruhig geblieben.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, im August vergangenen Jahres die Türsteher einer Diskothek in Geilenkirchen bedroht und eingeschüchtert zu haben. Laut Ermittlungen wollten die Bandidos selbst die Türsteherdienste vor der Diskothek übernehmen. Die Polizei hatte nach der Tat in Geilenkirchen sechs der sieben Angeklagten verhaftet. Sie sitzen seitdem in Untersuchungshaft.

Am 14. März soll die Staatsanwaltschaft nun die Anklage verlesen. Es sei damit zu rechnen, dass der derzeit erkrankte Angeklagte dann wieder verhandlungsfähig sei, hieß es vonseiten des Gerichts. Für den Prozess sind insgesamt zwölf Verhandlungstage angesetzt. Mit dem Urteil wird aller Voraussicht nach erst im Sommer gerechnet.
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