Heinsberg - Bald wieder Autos mit ERK und GK unterwegs

Bald wieder Autos mit ERK und GK unterwegs

Von: disch
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Ein Hauch von Nostalgie fährt bei Elke Popp aus Geilenkirchen immer mit, wenn sie mit ihrer Ente und dem GK-Kennzeichen unterwegs ist. Vielleicht kommen bald noch mehr Bürger in diesen Genuss. Foto: Stefan Schaum

Heinsberg. Nachdem im Kreisausschuss vor gut einer Woche bereits von CDU und FDP die entsprechenden Weichen gestellt worden waren, gab es am Donnerstagabend im Kreistag erwartungsgemäß „grünes Licht“ für die Wiedereinführung der früheren Kfz-Kennzeichen ERK (Erkelenz) und GK (Geilenkirchen), die also in einigen Monaten neben dem bekannten HS (Heinsberg) wieder im Straßenbild zu entdecken sein werden.

Das Votum war allerdings zum Teil quer durch die Fraktionen gespalten: Die 33 Ja-Stimmen kamen von Kreistagsmitgliedern der CDU (23), FDP (4) sowie SPD, Linken und Freien Wähler (jeweils 2). Zehn Nein-Stimmen wurden gezählt: von SPD (8), FDP (1) und NPD (1). Neun Stimmenthaltungen gab es: von Grünen (5), CDU (3) und SPD (1). Für die FDP-Fraktion, die den Antrag auf Wiedereinführung gestellt hatte, merkte Peter Echterhoff an, es sei nun ein Punkt erreicht, an dem weitere - mittlerweile unerwünschte - Diskussionen wegen eines Stückchen Bleches verhindert werden könnten durch einen dementsprechenden Beschluss.

Mit der Vorgabe des Bundesverkehrsministers, nach der zukünftig Bürger bei einem Umzug ihre Kennzeichen in einen anderen Zulassungsbereich mitnehmen könnten, werde die Intention des Kreistages, das HS-Kennzeichen als Zeichen der Identifikation mit dem Kreis Heinsberg zu erhalten, konterkariert. SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Stock bezeichnete die „Rolle rückwärts“ der CDU als bemerkenswert.

Die Union habe mehrmals mit Nein gestimmt. Der Landrat habe immer wieder seine ablehnende Haltung bekräftigt, ehe dann zunächst ein Prüfauftrag für eine Bürgerbeteiligung formuliert worden sei und nun dem FDP-Antrag zur Wiedereinführung gefolgt werde. Maria Meurer von den Grünen sprach von „blankem Populismus“. Der Linke Dieter Meurer, der bereits im November 2012 prognostiziert hatte, dass der Kreistag irgendwann dem Begehren nach ERK und GK doch nachgeben werde, räumte ein, er habe nicht gedacht, dass dies so schnell gehen werde. Norbert Reyans, Fraktionsvorsitzender der Union, und Landrat Stephan Pusch (CDU) verwiesen insbesondere auf hohe Kosten und hohe Hürden, die einem Kreistagsbürgerentscheid zu diesem in Teilen der Bevölkerung sehr emotional diskutierten Thema im Weg gestanden hätten.

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