Bakterien und Pilze bedrohen Kastanien

Von: hewi
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Auch sie sind gefährdet: die jahrzehntealten Kastanien an der Erkelenzer Burg. Foto: Stefan Klassen

Erkelenz. Unter den rund 15.000 städtischen Bäumen befinden sich nur 205 Kastanien. Die meisten davon stehen an zentralen Stellen im Stadtgebiet, zum Beispiel an der Westpromenade, am Burgwall, am Schulring und im Stadtpark.

Das ist vielleicht nicht mehr lange so, wie der Leiter des Grünflächenamtes, Stefan Heinrichs, in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaftsförderung und Betriebe erläuterte. Schuld daran ist ein Bakterium namens „Pseudomonas syringae“, das im Stadtgebiet vermehrt auftritt und genau die Kastanien mit Vorliebe befällt.

In den vergangenen Jahren mussten bereits Kastanien aus dem Bestand entfernt oder stark zurückgeschnitten werden. Der Befall mit dem Bakterium führe zum Absterben von Kronenteilen oder des ganzen Baums, führte Heinrichs aus. Folge könnte das unkontrollierte herausbrechen der befallenen Kronenteile und damit eine Gefährdung von Passanten sein. Der Verlauf der Krankheit sei sehr unterschiedlich, wie Heinrichs erläuterte. Im November komme dann bei den befallenen Bäumen ein vermehrtes Auftreten der Pilzarten Winterrübling und Austernseitling hinzu. Die holzzersetzenden Pilze geben dann den an sich schon geschwächten Bäumen den Rest. Eine Beseitigung des befallenen Baumes werde dann unumgänglich.

Regelmäßige Kontrollen

Daher werden die Kastanien mehrmals im Jahr auf ihre Verkehrssicherheit kontrolliert. Kastanien, die starke Vitalitätsverluste oder Risse aufweisen, werden im üblichen Fall stark zurückgeschnitten, um den jeweiligen Baum so lange wie möglich zu erhalten. Eine Behandlung der Bäume ist derzeit nicht möglich, führte Heinrichs weiter aus.

Daher sei auch in den kommenden Jahren mit einer verstärkten Entnahme von Kastanien aus dem Stadtbild zu rechnen. Rund 45 Bäume müssten in diesem Winter aus Sicherheitsgründen gefällt werden.

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