Erkelenz - Bahnunterführung: Plan für Alternative

Bahnunterführung: Plan für Alternative

Von: kalauz
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„Abrissreif“ nennt Ansgar Lurweg, Technischer Beigeordneter, die Eisenbahnbrücke an der Mühlenstraße. Der schmale Gehweg (kleines Bild) ist besonders für Fußgänger oder Menschen, die auf einen Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind, eine Gefahrenquelle. Foto: kalauz(2)/Stefan Klassen
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In Höhe des Fußgängertunnels an der Giftmühle soll nach bisherigen Überlegungen möglicherweise eine neue Brücke über die Gleisanlagen entstehen. 100 000 Euro Planungskosten stehen dafür im Haushalt 2015 zur Verfügung. Foto: kalauz(2)/Stefan Klassen
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„Abrissreif“ nennt Ansgar Lurweg, Technischer Beigeordneter der Stadt Erkelenz, die Eisenbahnbrücke an der Mühlenstraße in Erkelenz. Foto: kalauz(2)/Stefan Klassen

Erkelenz. Das Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Eisenbahnkreuzungsmaßnahmen. Dieses Wortungetüm sorgt derzeit in Erkelenz für politische Diskussionen. Für solche Eisenbahnkreuzungsmaßnahmen gibt es nämlich noch Geld, sowohl von der Deutschen Bahn als auch vom Land NRW – wenn man denn Zuschüsse für derartige Eisenbahnkreuzungsmaßnahmen beantragt.

Und genau darum geht es: Der Straßentunnel an der Anton-Raky-Allee, genauer gesagt: die Brücke über die Straße, auf der die Züge Richtung Aachen oder Düsseldorf rollen, ist dringend sanierungsbedürftig. Und der Tunnel, also die Straße, die drunter durchführt und die ein wichtiger Zubringer stadtauswärts Richtung A 46 ist, ist ein ziemlich neuralgischer, auch nicht ungefährlicher Verkehrsweg für Autofahrer, ganz besonders aber für Fußgänger oder Rollstuhlfahrer.

„Wir arbeiten seit fünf Jahren an einer vernünftigen Lösung“, sagt Ansgar Lurweg, Technischer Beigeordneter der Stadt Erkelenz. Die Brücke, so Lurweg, sei schlicht „abrissreif“. Das ist der Auslöser aller Überlegungen für eine neue verkehrliche Lösung in diesem Bereich.

Voraussetzung dafür sei allerdings, dass man dafür auch Geld, das heißt Zuschüsse, bekommt. „Im Oktober hat man uns in Köln bei der Bezirksregierung gesagt, dass wir unter Umständen 2016 mit Bewilligungen rechnen könnten“, sagt der Beigeordnete. Also hat man im Haushalt 2015 Planungskosten für das Projekt „Eisenbahnkreuzungsmaßnahme“ in Höhe von 100.000 Euro bereitgestellt. Denn, so Lurweg, „ohne Plan gibt’s sowieso kein Geld“.

Unzweifelhaft mangelhaft

Angedacht ist, dass in Höhe des jetzigen Fußgängertunnels an der Mühlenstraße unter den Gleisen herüber zur Neusser Straße, der ohnehin so gut wie gar nicht mehr genutzt wird, eine neue Brücke über die Gleisanlagen gebaut wird; aus zwei bestehenden, aber unzweifelhaft mangelhaften Unterführungen also eine vernünftige Lösung für den fließenden Verkehr entsteht.

Man darf getrost davon ausgehen, dass dieses Vorhaben im gerade begonnenen neuen Jahr ein Hauptthema der politischen Diskussion darstellen wird. Der Stadtverordnete Stephan Pütz von Bündnis90/Die Grünen nennt es schon jetzt „das größte verkehrspolitische Vorhaben der Stadt Erkelenz seit der Nordtangente“. Und für Peter London, Ratsherr der CDU, ist das Vorhaben „nicht ein Stück Beton, das wir da hinsetzen wollen, sondern etwas für die Menschen in der Stadt“.

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