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Avi Primor präsentiert Roman „Süß und ehrenvoll“ in Heinsberg

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Er wird am 22. Januar in Geilenkirchen erwartet: Avi Primor, der ehemalige Botschafter Israels in Deutschland.

Kreis Heinsberg. Avi Primor, der ehemalige Botschafter Israels in Deutschland, hat seinen ersten Roman geschrieben. In „Süß und ehrenvoll“ erzählt er von zwei jüdischen Patrioten im Ersten Weltkrieg.

Der prominente Autor kommt auf Einladung der Anton-Heinen-Volkshochschule des ­Kreises Heinsberg am Mittwoch, 22. Januar, um 19.30 Uhr in die Anita-Lichtenstein-Gesamtschule in Geilenkirchen an der Pestalozzistraße.

Avi Primor gilt als eine der wichtigsten Stimmen im europäisch-­israelischen Dialog und wurde 2013 mit der Moses-Mendelssohn-Medaille und dem Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis ausgezeichnet. Als Diplomat war Primor von 1993 bis 1999 israelischer Botschafter in Deutschland. Er wurde 1935 als Sohn eines niederländischen Emigranten geboren. Seine Mutter ging 1932 von Frankfurt am Main nach Tel Aviv; ihre Familie wurde während des Holocausts ermordet. Heute leitet Avi Primor einen trilateralen Studiengang für israelische, palästinensische und jordanische Studenten an dem von ihm gegründeten Zentrum für Europäische Studien an der Universität Tel Aviv.

Von Avi Primor sind zahlreiche Bücher erschienen, so zum Beispiel 2010 die Schrift mit dem Titel „Frieden in Nahost ist möglich“. Nun hat er seinen ersten Roman geschrieben, dessen Protagonisten zwei jüdische junge Männer sind, die im Ersten Weltkrieg auf verschiedenen Seiten kämpfen. Judentum und Patriotismus in Deutschland und Frankreich sind die Leitthemen dieses Debütromans von Primor. Voller Hoffnung zogen 1914 deutsche und französische Soldaten jüdischer Herkunft in den Krieg. Sie glaubten, ihre Kampfbereitschaft, ihr Heldentum und ihre Todesbereitschaft würden ihnen die volle gesellschaftliche Anerkennung und Gleichberechtigung als vollwertige Bürger ihres jeweiligen Vaterlandes bringen. Ein Trugschluss, wie der Holocaust später zeigen sollte. Im Roman geht es nicht um den Holocaust, Avi Primor konzentriert sich auf die Kriegsjahre 1914 bis 1918.

In Geilenkirchen erwartet den Besucher keine Lesung im klassischen Sinne, sondern ein Gespräch. Primor wird unter anderem Einblicke geben in die Recherchearbeit, die ihn nach Jerusalem, Bordeaux und Frankfurt führte, und wird auch den Ersten Weltkrieg als Teil jüdischer Geschichte thematisieren.

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