Autofasten: „Was habe ich mir da nur eingebrockt?“

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Mit Fahrrad, Bahn und Bus: Volontärin Ines Kubat stellt sich dem Experiment „Autofasten“. Foto: Daniel Gerhards

Heinsberg. Pünktlich um 11 Uhr muss ich am Montag in Brachelen sein. Für den Weg von Heinsberg dorthin habe ich zwei Möglichkeiten: Will ich lieber 50 Minuten Busfahren oder 15 Kilometer radeln? Für mich ist das eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera. Das Experiment geht ja schon mal gut los.

Es ist ein Experiment, gegen das sich eigentlich jede Faser meines bequemen Körpers sträubt: Denn ich verzichte für eine Woche auf mein Auto. Stattdessen werde ich jeden Tag mit dem Zug von Aachen in die Redaktion nach Heinsberg pendeln. Von hier aus will ich sämtliche Termine mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen – selbst wenn sie in Hückelhoven, Erkelenz oder Wassenberg stattfinden. Was habe ich mir da nur eingebrockt?

Fasten an sich finde ich sehr sinnvoll: Denn es kann manchmal richtig gut tun, sich seiner schlechten Eigenschaften bewusst zu werden und sie – zumindest eine zeitlang – abzulegen.

Dabei ist es immer wieder spannend, herauszufinden, auf was man leicht verzichtet, und was man nur sehr schwer aufgeben kann. Übergangsweise habe ich schon viele Dinge gefastet: Fleisch, Gluten, Süßigkeiten, Alkohol. All das war kein größeres Problem. Doch ich ahne schon jetzt, dass diese eine Woche ohne Auto für mich die weitaus größere Herausforderung darstellt als alle anderen zuvor.

Tatsächlich war es der Vorschlag der „Grünen“, der uns in der Redaktion auf die Idee des Autofastens brachte. Für die Umweltschützer sind es vor allem ökologische Gründe, warum sie das Auto stehen lassen wollen. Ich stelle mir aber noch mehr Fragen: Wie viel Geld spart man ohne tägliches Autofahren? Ist es überhaupt machbar, in unserer ländlichen Region ohne Auto mobil zu sein und Termine wahrzunehmen? Kostet es viele Nerven oder fällt man abends sogar stressfreier ins Bett?

Wie es mir in der kommenden Woche ergeht, wie oft ich nass werde oder irgendwo in der Walachei strande – all das können Sie auf unserer Facebook-Seite mit verfolgen und am nächsten Samstag in unserer Print-Ausgabe lesen. Auch auf Tipps und eigene Erfahrungen bin ich natürlich sehr gespannt.

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