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Autofasten: Ein Erlebnis der Entschleunigung

Ein Kommentar von Ines Kubat

Drei Tage Autofasten haben mir unerwartet viel Zeit geschenkt. Zeit, in der ich warten musste oder aber in Bus und Bahn saß.

Diese geschenkten Minuten und Stunden, die ich sonst im Auto verbracht hätte, habe ich genutzt, um Beobachtungen zu machen, Notizen zu schreiben und mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Und dann blieb immer noch genug Zeit für mich. Zwei ganze Bücher habe ich in diesen drei Tagen verschlungen – ein ungewohnt hoher Ausschlag in meiner Lesebilanz.

Doch man bekommt nicht nur Zeit, man fordert sie auch ein: vor allem bei den Kollegen. Ich hatte das Glück, dass sie mir diese Minuten und Stunden gewährt haben, dass es kein Problem war, wenn ich einen späteren Bus nehmen musste, und deshalb in der Redaktion weniger mit anpacken konnte. Das ist nicht überall möglich und in Stresssituationen kann es zu einer Belastung fürs Arbeitsklima werden, wenn plötzlich einer den gemeinsamen Takt unterbricht und die anderen dafür umso kräftiger in die Pedale treten müssen.

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Ich war aber sehr dankbar für diese Möglichkeit, einmal nicht das Ticken der Uhr im Hinterkopf haben zu müssen. Und so hat mir das Autofasten gleichzeitig noch etwas anderes gebracht: Entschleunigung. Übrigens der diesjährige Fasten-Vorschlag der Evangelischen Landeskirche…

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