Ausstellung zeigt die unterschiedlichen Aspekte von Ess-Störungen

Von: hewi
Letzte Aktualisierung:
15416709.jpg
Den Ess-Störungen junger Menschen vorbeugen: Eine Wanderausstellung zu diesem Thema ist derzeit im Alten Rathaus in Erkelenz zu sehen. Foto: Helmut Wichlatz

Erkelenz. „Klang meines Körpers“ heißt eine Wanderausstellung, die noch bis Freitag im Alten Rathaus zu sehen ist. Darin wird das Thema der Ess-Störungen behandelt. Organisiert wird sie vom Arbeitskreis Ess-Störungen in der psychosozialen Arbeitsgemeinschaft des Kreises Heinsberg.

Die Ausstellung richtet sich hauptsächlich an Schüler der weiterführenden Schulen, da Ess-Störungen in diesem Alter verstärkt auftreten, wie die Gleichstellungsbeauftragte Elke Bodewein bei der Eröffnung betonte. Das Problem betrifft nicht nur Mädchen. Auch Jungs werden immer öfter Opfer des rigiden Schlankheitswahns.

Daher sollen gerade Schulklassen für das Thema sensibilisiert werden. Zusätzlich soll am Mittwoch um 19 Uhr ein Elternabend im Alten Rathaus stattfinden, auf dem über die Thematik und mögliche Hilfsangebote informiert wird.

Die Ausstellung „Klang meines Körpers“ entstand vor elf Jahren in Bamberg im Rahmen einer musiktherapeutischen Gruppenbehandlung. Betroffene Jugendliche wurden angeleitet, über kreative Ausdrucksmöglichkeiten die Behandlung zu unterstützen. Ursprünglich wurde die Ausstellung mit fünf jungen Frauen entwickelt, mittlerweile wurde sie um ein männliches Porträt erweitert, da auch junge Männer immer öfter von Ess-Störungen betroffen sind.

Sie gliedert sich in einen äußeren und einen inneren Rahmen. Der Außenkreis umfasst fünf informative Aufsteller, die die unterschiedlichen Aspekte der Ess-Störungen vermitteln. Dabei liegt der Fokus auf den Menschen, die an der Störung leiden. Der innere Kreis wurde von Betroffenen kreativ mit Bildern und Texten gestaltet. Die Einblicke in die Innenwelt der Betroffenen gehen weit über die sachliche Information hinaus und vermitteln einen nachhaltigen Eindruck.

Abgerundet wird das Angebot mit Informationen zu Hilfsangeboten und Anlaufstellen für Betroffene.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert