Ausstellung gibt Einblick in das Schaffen Johann Lütters

Von: Johannes Bindels
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Bemerkenswerte Ausstellung an der der Siemensstraße: Auch Johann Lütters Arbeitszimmer ist zu sehen. Foto: Johannes Bindels

Heinsberg. Wenn Kammermusik in einer Schalterhalle der Bank erklingt, dann geschieht dort etwas nicht Alltägliches. Und wenn die Kunden in der Wartezone der Bank sich in einem nachgestellten Arbeitszimmer aufhalten, dann hat das Ungewöhnliche deutliche Gestalt angenommen.

Wenn in dieser Bank dann auch noch Tischvitrinen mit Exponaten zu sehen sowie an den Wänden Fotos, Plakate und Notenblätter ausgestellt sind, dann bleibt die Frage: Was geschieht dort? Mit der Einladung der Johann-Lütter-Stiftung in Kooperation mit der Raiffeisenbank eG Heinsberg zur Vernissage und Eröffnung der Ausstellung „Johann Lütter – Leben und Werk“ in den Räumen an der Siemensstraße erhielt das Publikum erste Aufklärung.

Vor 100 Jahren geboren

Als Hausherr in Vertretung des Vorstands begrüßte Regionalmarktleiter Thomas Back unter anderem den Stiftungsvorsitzenden Thomas Lakenberg, Ingeborg Lütter – Schwiegertochter Johann Lütters und Mitglied des Kuratoriums – sowie den Jungen Chor St. Gangolf Heinsberg. Dieser trug unter der Leitung von Regionalkantor Winfried Kleinen mit Dorothee Broichhausen am Klavier zwei Chorlieder von Johann Lütter (1913-1992) vor. Christoph Dohr, Vorsitzender des Kuratoriums, hat die Ausstellung konzipiert. Johann Lütter wäre am 13. Oktober 100 Jahre alt geworden.

Im Wechsel von Ansprachen und Musikbeiträgen erlebten die Besucher und Teilnehmer der Vernissage ein fein aufeinander abgestimmtes Rahmenprogramm, zu dem auch Luca Jansen, Mick Zellissen und Philipp Jaron mit ihrem virtuosen Violinspiel beitrugen. Sowohl der Junge Chor St. Gangolf (Chorlieder „Welle und Meer“, „Komm in den Wald“ und aus dem Liederzyklus „Die weiße Barke“ der Beitrag „Septembermorgen“) als auch Charly Bechholtz (Violincello), Christiane Bechholtz und Peter Heinen (jeweils Kontrabass) und nicht zuletzt Frederike Rütten, Benjamin Dickmann (jeweils Querflöte) und Olaf Futyma (Altflöte) spielten Werke von Johann Lütter, die mit viel Beifall begleitet wurden.

„Die Ausstellung hier in der Raiffeisenbank Heinsberg ist der Versuch, den Menschen Johann Lütter erfahrbar zu machen“, präzisierte mit Blick auf das Festival rund um den 100. Geburtstag von Johann Lütter. Mit einem Orgelkonzert am Freitag, 18. Oktober, in St. Gangolf und der Finissage der Ausstellung am 8. November in der Raiffeisenbank setzt sich der Festreigen fort.

Sieben Schwerpunkte

„Die Ausstellung hat insgesamt sieben Schwerpunkte, aus denen sowohl das hier original aufgestellte Arbeitszimmer wie auch eine Wand mit allen 82 Notenheften, die Johann Lütter hinterlassen hat, herausragen. In weiteren fünf Vitrinen, die inhaltlich unterschiedlichen Themen um das Werk und Leben von Johann-Lütten präsentieren, sowie mit Portraits aus den verschiedenen Lebensabschnitten ermöglichen wir Ihnen einen Einblick das Schaffen des Musikers“, beschrieb Christoph Dohr die Ausstellung. Sie ist täglich während der Öffnungszeiten bis zum 8. November zu besichtigen.

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