Ausstellung der Künstlergruppe Canthe

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„Menschenbilder“ war der Titel einer Ausstellung, mit der die Künstlergruppe Canthe im Alten Rathaus von Ratheim an die Öffentlichkeit trat. Laura-Helene Förster aus Erkelenz-Lentholt steuerte ihr Menschenbild „Somewhere over the Rainbow“ zum Gelingen der Ausstellung bei. Foto: Koenigs

Hückelhoven-Ratheim. Der Vorsitzende der Künstlergruppe Canthe Helmut Neußer hat zahlreiche Kunstinteressierte im Alten Rathaus in Ratheim zur traditionellen gemeinsamen Jahresausstellung begrüßt. Dies sei auch ein Beweis für den Zusammenhalt der Gruppe, die seit geraumer Zeit aus 13 Mitgliedern bestehe, freute sich Neußer über die vielen Gäste.

Er begrüßte besonders den Referenten Dr. Josef Gülpers, Kunsthistoriker aus Aachen, der die Werke der einzelnen Künstler vorstellte und dabei auch auf deren künstlerische Entwicklung einging, und seinen Vorgänger im Amt des Vorsitzenden Dr. Hans Latour.

Vor dem Rundgang zu den einzelnen Werken dankte Canthe-Gründungsmitglied Toni Jansen dem bisherigen Vorsitzenden Latour für dessen langjährige Arbeit im Verein und dessen Geduld mit den oft „chaotischen Menschen, die Künstler nun einmal sind“. Latour habe „gewissermaßen zum Inventar des Vereins gehört“. Die Künstler schenkten dem ehemaligen Vorsitzenden dafür 16 kleine Bilder, „die wir auf ein Blatt aufgeklebt haben, und machen Dich damit zum Ehrenvorsitzenden des Kunstvereins Canthe“.

Gülpers bemerkte zur Einleitung seines beeindruckenden Referates: „Viele sagen, um gute Kunst zu sehen, müsse man nach Düsseldorf, nach München oder nach Berlin gehen. Dem möchte ich vehement widersprechen. Wenn ich mir die Qualität und die Vielseitigkeit der ausgestellten Arbeiten ansehe, kann ich diesem Kunstverein nur gratulieren, solch interessante Künstler ausstellen zu dürfen, die nicht nur das kulturelle Leben bereichern, sondern auch beweisen, dass herausragende, vielseitige und innovative Kunst in der so genannten ‚Provinz‘ zu sehen ist.“

Es wurde den Zuhörern einiges abverlangt bei der Deutung und Interpretation der ausgestellten Werke, die über das vordergründig zu Sehende hinausgehen. Und es gab viel zu sehen und zu deuten bei der Kunst der dreizehn Aussteller: Michael Borgulat, Henriette Echghi, Laura-Helene Förster, Theo Heinen, Henning Herzberg de Pers, Gert Jäger, Toni Jansen, Andreas Joerißen, Helmut Machat, Janice Orth, Peter Röttges, Renate Schell und Miroslav Sigut.

Ob es um das Gefühlsleben geht oder den Menschen in seiner Zerbrechlichkeit, die Beziehung des Menschen zur Natur oder die ihm je eigene Welt, Installationen, Zeichnungen und Skulpturen, Realismus oder Surrealismus, Kunst zum Anfassen oder den Menschen in verschiedenen Lebensphasen, Farbe und Formen und vieles mehr.

Besonders ins Auge fallen meterhohe Buchstaben aus Eichenholz mit Zeitungsausschnitten, die den Künstler besonders bewegt hatten, die fast einen ganzen Raum ausfüllten und das Wort ‚Menschenbilder‘ zeigten. Auch steht ein riesenhafter Golem im Eingangsbereich, jene geheimnisvolle Gestalt der jüdischen Mystik, durch die der Versuch gemacht wird, sich Gott zu nähern.

Die erste „Amtshandlung“ des neuen Ehrenvorsitzenden Latour war es, dem Referenten nach langem und stürmischem Beifall für seine Ausführungen zu danken. Er habe es verstanden, die Ideen hinter den Ausstellungsstücken aufzuzeigen und so eine ausgezeichnete Sehhilfe zu geben.

Die Ausstellung ist noch geöffnet am kommenden Sonntag, 4. Dezember, von 11 bis 18 Uhr.

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