Geilenkirchen-Lindern - Ausstellung der IG: Tannenbäume, Bahnstrecke und Trompete

Ausstellung der IG: Tannenbäume, Bahnstrecke und Trompete

Von: gs
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Besucher warfen einen Blick auf das umfangreiche Informationsmaterial über die Bahnstrecke Heinsberg - Lindern. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen-Lindern. Eine ganz besondere Ausstellung machte am Wochenende im Bahnhof Lindern auf über 150 Jahre Mobilität auf Schienen aufmerksam. Die Interessengemeinschaft für Brauchtum und Kulturpflege „Oh Tannenbaum 2012“ hat im Hinblick auf die bevorstehende Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Geilenkirchen-Lindern und Heinsberg Hunderte Dokumente und Artefakte eisenbahnhistorischer Entwicklung zusammengetragen.

Hierbei wurde das Augenmerk besonders auf die vor 40 Jahren beendete Personenbeförderung zwischen der Kreisstadt und Lindern gelegt.

Karl-Heinz Gast, Sprecher der IG, konnte zur Vernissage in der mit zahlreichen Utensilien geschmückten Bahnhofsgaststätte unter anderem Landrat Stephan Pusch und die beiden Bürgermeister Thomas Fiedler (Geilenkirchen) und Wolfgang Dieder (Heinsberg) begrüßen, wobei die beiden Stadtoberhäupter auch die Schirmherrschaft für die Ausstellung „Eisenbahn Lindern - Heinsberg – von damals bis heute“ übernommen haben.

In seiner unnachahmlich ausführlichen Art ging Karl-Heinz Gast zunächst auf die Entstehung der Interessengemeinschaft und deren Namensgebung ein. Diese sei aus der Not heraus geboren worden, weil die Stadt Geilenkirchen in den Außenorten keine Tannenbäume mehr in der Weihnachtszeit zur Verfügung gestellt habe. So hätten sich Linderner Bürger im Dezember 2012 zusammengeschlossen und auf eigene Kosten für einen Weihnachtsbaum gesorgt.

Das Statement von Karl-Heinz Gast war eine Steilvorlage für Thomas Fiedler, der in Anspielung auf den fehlenden Tannenbaum scherzhaft meinte: „Nimm den Leuten etwas weg, und es entsteht mehr daraus.“ Die Reaktivierung der Bahnstrecke Heinsberg – Lindern sei ein bahnhistorischer Moment für die Region, und deshalb gelte der Dank all denjenigen, die am Zustandekommen mitgewirkt hätten. „Wir mussten heute noch mit dem Pkw anreisen, das wird sich bald ändern“, blickte Landrat Stephan Pusch auf die Inbetriebnahme der Wurmtalbahn voraussichtlich im September.

Die Wiederbelebung der Strecke habe für den Kreis Heinsberg einen hohen Stellenwert. Jetzt müssten auch die Bahnhöfe zeitgemäß gestaltet werden. Wolfgang Dieder freute sich ebenfalls, dass die Kreisstadt endlich wieder an das Schienennetz angeschlossen wird: „Es müssen nur noch einige kleine Probleme technischer Art gelöst werden, dann kann es im Sommer bei schönem Wetter losgehen.“

Für Geilenkirchens Bürgermeister, der an diesem Tag Geburtstag feierte, hatte die IG noch ein Ständchen parat. Als eingefleischter Musiker durfte sich Fiedler selbst beteiligen. Deshalb hatte sein Bläser-Kollege Robert Sticker extra eine zweite Trompete mitgebracht. Der Bürgermeister ließ sich nicht lumpen und stimmte gemeinsam mit Sticker „Super Trouper“ von Abba an.

Interessante Einblicke

Beim Rundgang vermittelte die Ausstellung interessante Einblicke in die Geschichte der Bahn, insbesondere über die Historie der Strecke Lindern – Heinsberg und deren Bahnhöfe.

Unter dem Titel „Lindern und die Bahn“ hatte Willi Tetz im Jahre 1997 aus Anlass „145 Jahre Eisenbahn in Lindern“ eine Schrift erstellt, die bei der Ausstellung erworben werden konnte.

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