Erkelenz-Borschemich (neu) - Ausschuss stimmt Plan für Aussegnungshalle zu

Ausschuss stimmt Plan für Aussegnungshalle zu

Von: hewi
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Stätte der letzten Ruhe in Borschemich (neu): Die letzten Umbettungen sollen noch in diesem Jahr vorgenommen werden. Foto: Stefan Klassen
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Blick in die Zukunft: So soll die Aussegnungshalle auf dem Friedhof in Borschemich (neu) einmal aussehen. Skizze: Stadt Erkelenz

Erkelenz-Borschemich (neu). Der Friedhof am Umsiedlungsstandort Borschemich (neu) erhält eine Aussegnungshalle. Einem entsprechenden Entwurf des Technischen Beigeordneten Ansgar Lurweg stimmte der Bauausschuss einstimmig zu.

Der Friedhof selbst ist schon seit geraumer Zeit in Betrieb, die letzten Umbettungen werden im Laufe dieses Jahres vorgenommen, hieß es im Ausschuss. Die Dorfgemeinschaft hatte im Vorfeld darauf hingewiesen, dass für die Aussegnungsfeiern auf dem Friedhof ein entsprechendes Angebot entstehen müsse, zumal das Kirchengebäude aus Platzgründen nicht dafür geeignet sei. Weiterhin wurde darauf verwiesen, dass auch Konfessionslose oder Angehörige anderer Glaubensrichtungen auf dem Friedhof ihre letzte Ruhe fänden und dies zu berücksichtigen sei.

Lurweg hatte schon in Immerath (neu) eine Lösung gefunden, die mittlerweile auch umgesetzt wurde. An diese lehnt sein Vorschlag an, der im Herbst bereits der Dorfgemeinschaft präsentiert worden war. Der Entwurf sieht eine schlichte Lösung vor, die mittels weniger Bauelemente realisiert werden kann. Er orientiert sich an den örtlichen Gegebenheiten und der dafür vorgesehenen Fläche im Eingangsbereich des Friedhofs.

Außenanlage wird fertiggestellt

Der Entwurf basiert auf der Idee, mit einfachen Baukörpern einen Raum zu schaffen, der einen ausreichenden Wetterschutz für den Aufbahrungsbereich und die Teilnehmer der Beerdigung bietet. Einem Betonwinkel kommt dabei die Funktion der Außenwand hin zur Wetterseite (Süd-West) und des Daches zu.

Ein kleines kubusartiges Gebäude soll als Umkleideraum für den Priester und Lager dienen und somit das Gebäudeensemble vervollständigen. Zur Westseite hin sollen Fenster mit Glaskunst in Anlehnung an die Ausrichtung von Sakralbauten die Auferstehung symbolisieren. Die Baukosten belaufen sich auf rund 100.000 Euro, von denen 10.000 Euro auf die endgültige Herstellung der Außenanlage im Umfeld des Gebäudes entfallen.

Ein Stück des alten Friedhofs, der bald völlig dem Erdboden gleich gemacht sein wird, siedelt aber noch über nach Borschemich (neu). Dies wusste Hochbauamtsleiter und Denkmalschützer Martin Fauck in derselben Sitzung zu berichten. Denn die 13 Kreuzwegtafeln, die einmal auf dem alten Friedhof angebracht waren, wurden von einem Restaurator abmontiert, gereinigt und für ihre neue Aufgabe fit gemacht.

Nach Gesprächen mit der Kirchengemeinde und der Dorfgemeinschaft werden die Tafeln nun entlang der Friedhofsmauer aufgestellt. Dafür werden sie in rund 2,30 Meter hohe Betonplatten eingelassen, die in der Nähe der Mauer aufgestellt werden. Fauck verwies darauf, dass Beton als Werkstoff im sakralen Bereich nicht unüblich sei. Derzeit werde ein Muster angefertigt, auf dessen Grundlage die Umsetzung diskutiert und geprüft werden kann.

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