Auftaktveranstaltung zur neuen Auflage des Wettbewerbs AC²

Von: hewi
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Sie freuen sich über den erneuten Auftakt von AC²: Joachim Winands (Volksbank Erkelenz), Iris Wilhelmi (Gründer-Region), Alexander Houben (JHT Jakobs-Houben Technologie), Nicole Stensitzki (Granikos), Thorsten Pracht (Zeitungsverlag Aachen), Dr. Helmut Greif (Agit) und Landrat Stephan Pusch (v. l. n. r.). Foto: Wichlatz

Kreis Heinsberg. „Anker werfen, Segel setzen: Mit AC² zum eigenen Unternehmen!“ und „Klar Schiff machen, Kurs aufnehmen: Mit AC² zu mehr Unternehmenserfolg!“: Unter diesen maritimen Mottos steht die neue Auflage des branchenübergreifenden Wettbewerbs von der Initiative „AC² – Gründung, Wachstum, Innovation“.

Die Gründerregion Aachen ruft Existenzgründer und Unternehmer, die wachsen wollen, auf, ihre Pläne einzureichen und ihre Geschäftsideen fachmännisch unter die Lupe nehmen zu lassen. Im Haus der Volksbank Erkelenz waren Interessenten, Teilnehmer und Mentoren zur Auftaktveranstaltung für den Kreis Heinsberg zusammengekommen.

Eine besondere Rolle spielen bei AC² die rund 200 ehrenamtlichen Mentoren und Berater, die zusammen mit den Teilnehmern deren Geschäftsideen auf Herz und Nieren prüfen. Die erfahrenen Fachleute decken verschiedene Fachbereiche ab und garantieren so, dass die Vorhaben von allen Seiten beleuchtet werden. „Der Kreis Heinsberg hat einen hohen Mehrwert“, betonte die stellvertretende Geschäftsführerin der Gründerregion Aachen, Iris Wilhelmi – die übrigens in Heinsberg aufgewachsen ist. „Hier kann man gut Geschäfte machen.“

Dies hob auch Landrat Stephan Pusch hervor, der seinen Kreis als „guten Ort zum Gründen“ bezeichnete. „Die Region ist ein guter Heimathafen, wo man seinen Anker werfen kann“, erklärte er und hob das Netzwerk aus Beratern und Mentoren hervor, die den Existenzgründern bei den ersten Schritten helfen würden. Im Namen der Volksbank warb auch Joachim Winands, Bereichsleiter der Firmenkundenbetreuung, für den Wettbewerb. „Wer selbstständig ist, macht ständig alles selbst“, betonte er. Da sei es umso wichtiger, Hilfe und Unterstützung gerade in der ersten Phase anzunehmen. Die Volksbank sei als Unterstützer bei der Gründerregion gerne mit im Boot, weil sie – wie die Sparkasse – als regional aufgestelltes Geldinstitut auch den Fokus auf die regionale Wirtschaft lege.

Wilhelmi erläuterte die beiden Wettbewerbe, bei denen zwischen Gründung und Wachstum unterschieden wird. Beiden gemeinsam ist das Endziel: die Preisverleihung am 2. Juni nächsten Jahres im Krönungssaal des Aachener Rathauses. Dort winken Geld- und Sachpreise.

Auch der Zeitungsverlag Aachen unterstützt die Initiative und gibt in Workshops Tipps zur Pressearbeit, wie Wilhelmi erklärte. Bei Fachvorträgen im Rahmen von AC² werden die Teilnehmer von Experten aus dem Beraternetzwerk fit gemacht für den Erfolg. Die Angebote reichen von der richtigen Formulierung der Business- und Wachstumspläne bis hin zu Marktanalysen und Vermittlung möglicher Kooperationspartner.

Nicole Stensitzki und Alexander Houben waren mit ihren Geschäftsideen schon dabei. „Ich arbeite unter Druck am besten“, räumte Stensitzki freimütig ein. Daher seien ihr die klaren Vorgaben und Termine für den Businessplan sehr entgegengekommen. Ihr Hückelhovener Unternehmen Granikos GmbH & Co. KG hat sich auf Sicherheitsdienstleistungen im Internet und Datenverkehr spezialisiert. Heute ist sie überzeugt, dass die Zusammenarbeit mit dem Mentor erst den Erfolg gebracht habe. „Wir hatten den Mut, einen Geschäftszweig abzustoßen, um uns so auf das Kerngeschäft konzentrieren zu können“, berichtete sie. Ohne den Mentor und seine Empfehlung hätten sie und ihre Partner diesen Schritt nicht gewagt. „Man muss kritikfähig und erwachsen sein“, lautete Stensitzkis Fazit.

Alexander Houben ist Geschäftsführer der Geilenkirchener Jacobs-Houben Technologie GmbH. „Ich wollte einfach nicht mehr gekündigt werden“, fasste er die Motivation zusammen, mit der er gemeinsam mit einem Kollegen das Unternehmen gegründet habe, nachdem ihr Arbeitgeber vor zehn Jahren den Firmensitz ins Ausland verlegt hatte. Auch Houben räumte ein, dass der Druck und die enge Zeitschiene des Wettbewerbs geholfen hätten, die Ziele zu formulieren und umzusetzen. In diesem Jahr ist er als Mitglied der Jury dabei, denn: „Ich möchte auch etwas von dem zurückgeben, was ich an Hilfe bekommen habe.“

Nach den Erklärungen wurden die Buttons ans Revers geheftet – Grün für Gründer, Gelb für Wachstumsorientierte, Rot für Mentoren. Und das Netzwerken und Beschnuppern konnten beginnen. Schnell kamen Existenzgründer, Unternehmer und Mentoren miteinander ins Gespräch. Es wurden Visitenkarten ausgetauscht und weitere Treffen vereinbart.

„Gründen ist in Deutschland nicht so beliebt wie in anderen Ländern“, erklärte Wilhelmi. Daher sei der frühzeitige Austausch, wie er an einem solchen Abend angestoßen werde, sehr wichtig. Nur so könne man frühzeitig Gewissheit erlangen, ob der Businessplan Erfolg versprechend sei. Und vielleicht reicht es ja, um zu den Siegern zu gehören, die im kommenden Jahr prämiert werden.

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