Erkelenz - Aufführung „Tischlein deck dich“: Erlös für Kinderkrebshilfe

Aufführung „Tischlein deck dich“: Erlös für Kinderkrebshilfe

Von: hewi
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Weihnachtsmärchen auf der Bühne: Das Ensemble bereitete in der Stadthalle reichlich Vergnügen. Foto: Wichlatz

Erkelenz. Mit „Tischlein deck dich“ und viel Spaß am Spiel lockten Bernd Roebers und seine Truppe wieder das große und kleine Publikum in die Stadthalle. Die Weihnachtsmärchen kommen beim Publikum bestens an und dienen einem guten Zweck. Denn der Erlös wird an die Kinderkrebshilfe Ophoven gespendet.

Vom guten Zweck abgesehen, war das diesjährige Märchen aber auch ein Riesenspaß. Deshalb waren neben den vielen Kindern mit ihren Eltern auch einige „Eltern ohne Kinder“ gekommen, um zwei unbeschwerte Stunden zu erleben. Was soll man sich denn auch den Spaß verderben lassen, nur weil der eigene Nachwuchs mit Mitte 20 partout nicht mehr ins Märchentheater will?

Wie auch seine beiden Vorgänger war „Tischlein deck dich“ speziell für das junge Publikum umgeschrieben und arrangiert worden. Erzählt wurde die Geschichte der drei Geschwister Frieda (Carola Stoffels), Franz (Hendrik Steinke) und Fridolin (Aron Brocher), die wegen der meckernden Ziege von ihrer Mutter fortgejagt wurden und nun nach dreijähriger Lehre wieder auf dem Heimweg sind.

Im Gepäck haben sie den spendablen Tisch, den Esel, der Dukaten „produziert“, und den Knüppel aus dem Sack. Mit letzterem bekommen am Ende die ebenso faulen wie gemeinen Wirtsleute (Günter Kamper und Brigitte Böckels) ihr Fett weg. Einzig die fleißige Guste (Jennifer Gunder von der Baaler Bürgerbühne), die bei den Wirtsleuten arbeitet, hat nachher gut Lachen und ihr Herz verschenkt.

kaum auf den Stühlen zu halten

Kommentiert wurde die temporeiche und humorvolle Geschichte vom Postillion (José Garcia), der in Ermangelung von Rössern die Kutsche mit der Weihnachtspost selbst zum Christkind ziehen musste. Die Geschichte, die sich da im Gasthaus „Zu den zwei Raben“ anbahnte, wollte er sich doch nicht entgehen lassen, und machte mitsamt seiner Kutsche am Bühnenrand Rast. Der „dukatenscheißende“ Esel wurde von Sandra Nobis und Sarah Herzog verkörpert, die es in dem plüschigen Eselskostüm zumindest lecker warm hatten.

Die Kinder waren während der Aufführungen kaum auf den Stühlen zu halten. Zu gerne hätten sie die Bühne geentert und wären eingetaucht in das liebevoll und aufwendig gestaltete Bühnenbild. Wenn der Tisch sich deckte, der Esel Dukaten produzierte und am Ende die Wirtsleute den Knüppel kennenlernten, war die Stimmung in der proppenvollen Stadthalle durchaus mit der auf der Stunksitzung oder anderen karnevalistischen Abenden zu vergleichen. Und wenn am Ende auch noch alles gut ausgeht, macht es doppelt Spaß.

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