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Auf Marktplatz wird der Nazi-Terroropfer gedacht

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Erkelenz. Auf dem Erkelenzer Marktplatz wird am Montag, 27. Januar, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang mit einem akustischen „Stolperstein“ der Opfer des Holocausts gedacht.

Vor 68 Jahren, im Laufe des 27. Januars 1945, wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee befreit. Die Sowjets fanden in dem evakuierten Komplex noch 7600 Überlebende und 650 Leichen vor. In den Magazinen fanden die Befreier 370.000 Herrenanzüge, 837.000 Damenmäntel und  -kleider, 44.000 Paar Schuhe, 14.000 Teppiche und 7,7 Tonnen menschliches Haar.

In Ausschwitz wurden über anderthalb Millionen Männer, Frauen und Kinder ermordet. Die meisten waren Juden aus verschiedenen Ländern Europas. Der Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers wurde 1996 bundesweit zum Gedenktag für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und des Völkermordes erklärt. Der Arbeitskreis „Route gegen das Vergessen“ im Heimatverein der Erkelenzer Lande hat die Namen und Daten der jüdischen Opfer aus Erkelenz und Umgebung eingelesen.

Diese Tonaufnahme wird in einer „Endlosschleife“ zwischen 8.19 Uhr (Sonnenaufgang) und 17.12 (Sonnenuntergang) zu hören sein. Dieser akustische „Stolperstein“ will das Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Erkelenz ergänzen. So soll vor allem auch zufällig Anwesenden beziehungsweise Vorbeikommenden Gelegenheit gegeben werden, innezuhalten und so die Namen, Lebens- und Todesdaten unserer jüdischen Mitbürger zu hören und ihrer zu Gedenken.

An einem Informationsstand ist die zweite, überarbeitete) Auflage der Broschüre über die Erkelenzer „Route gegen das Vergessen“ sowie das Buch „Jüdisches Leben im ehemaligen Landkreis Erkelenz von Hubert Rütten erhältlich.

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