Selfkant - Auf der Reise durch den Selfkant Historisches erleben

Auf der Reise durch den Selfkant Historisches erleben

Von: Daniel Gerhards
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Landschaftlich schöne Strecke: Auf ruhig gelegenen Radwegen lässt sich der Selfkant erkunden. Foto: Daniel Gerhards

Selfkant. Romanische Kirchen, historische Landmaschinen und einen Abstecher über die Grenze – das bietet eine Rundtour durch den Selfkant. Wer sich an die Strecke von Höngen über Havert, Schalbrauch, Isenbruch, Millen und Tüddern und wieder zurück nach Höngen hält, legt rund 20 Kilometer zurück. Die Route lässt sich aber auch bis nach Masseik ausdehnen.

Die Tour beginnt in der Pfarrer-Meising-Straße in Selfkant-Höngen, dort gibt es Parkbuchten für Pkw. Der Ort ist an Sonn- und Feiertagen auch mit dem Rad- und Freizeitbus zu erreichen.

Zu Beginn geht die Route in Richtung Havert, zum Teil entlang des Saeffeler Bachs. Und weiter nach Schalbruch. Dort steht man vor der Entscheidung, die Tour in Richtung Isenbruch und Millen fortzusetzen oder sie über die Grenze auszudehnen. Denn vom westlichsten Zipfel Deutschlands gelangt man ruckzuck in die südöstlichen Niederlande zum Ort Susteren. Dort findet man die sehenswerte Amelbergakerk mit ihrer Außenkrypta und der Schatzkammer mit dem Amelbergaschrein. Wenige Kilometer weiter überquert man die Grenze erneut – über die Maas nach Belgien zum Ort Masseik.

Von Maaseik aus geht es dann über einen Maasdeich in Richtung Limbricht. Dort sollte man sein Rad kurz abstellen, um einen Blick auf das Salviuskerkje zu werfen. In der Saalkirche aus dem Jahre 1000 beeindrucken die Deckenmalerei aus dem 13. Jahrhundert und die Kanzel aus dem 16. Jahrhundert. In direkter Nähe zur Kirche liegt das sehenswerte Schloss Limbricht.

Zurück in Deutschland führt die Tour nach Millen. Dort steht die Nikolauskirche, eine der ältesten erhaltenen Steinkirchen der Region. Die Stuckreliefs aus dem 16. Jahrhundert, die den Quirinuszyklus und die Marienkrönung zeigen, gehen mit hoher Wahrscheinlichkeit auf italienische Vorbilder zurück. Einige Figuren aus dem 15. und 16. Jahrhundert werden den alten Meistern der maasländischen Schnitzkunst zugeordnet.

Der nächste Ort auf der Route ist Tüddern. Dort bietet das Bauernmuseum auf rund 2000 Quadratmetern interessante Einblicke in das bäuerliche Leben vergangener Tage. Es gibt alte Traktoren, Großmutters Küche, historische Arbeitsgeräte, eine Dorfschmiede und vieles mehr zu sehen. Zum Abschluss führt die Route über Havert wieder zurück nach Höngen.

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