Auf der neuen Umgehungsstraße den Ernstfall geprobt

Von: agsb
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Das Auto musste fast zerlegt werden, um die verletzte Person aus dem Fahrzeug zu befreien. Fotos (2): agsb Foto: agsb
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Das Abtrennen des Daches war nötig, um nachher die verletzte Personen aus dem Fahrzeug zu bergen.

Heinsberg-Haaren. Die neue Umgehungsstraße (EK 5n) zwischen Haaren und Kirchhoven wird demnächst für den Verkehr freigegeben. Daher probten die Feuerwehren Haaren und Kirchhoven in Zusammenarbeit mit dem Malteser-Hilfsdienst schon einmal den Ernstfall.

Um Straßenschäden auf der neuen Fahrbahndecke zu vermeiden, wurde die gemeinsame Übung ins Haarener Gewerbegebiet verlegt. Die Feuerwehrleitstelle erhielt einen Notruf, dass sich ein Verkehrsunfall mit Verletzten ereignet hatte: Ein Baggerlader hatte im Kurvenbereich mit der der Palettengabel einen Passanten erfasst und ihn schwer verletzt. Fast gleichzeitig fuhren von rechts und links Pkw in den Kurvenbereich ein, konnten auf regennasser Fahrbahn nicht mehr bremsen und stießen frontal gegen den Frontlader. Ein mit mehren Jugendlichen besetzter Kleinbus konnte zwar einen Auffahrunfall vermeiden, aber durch das starke Abbremsen wurden Fahrer sowie einige Mitfahrer im hinteren Fahrzeugteil verletzt.

Jugendfeuerwehr spielte verletzt

Die Leitstelle informierte die Wehren aus Haaren und Kirchhoven, ferner den Malteser-Rettungsdienst. Den anrückenden Feuerwehren bot sich ein Trümmerfeld. Auf den ersten Blick wurden vier eingeklemmte Personen in beiden Fahrzeugen entdeckt, ferner ein zwischen den Fahrzeugen liegender Schwerverletzter und zudem die Verletzten im Kleinbus. Die Jugendfeuerwehr zeigte großen Einsatz: Man „spielte“ die Verletzten.

Neben dem gefahrlosen Arbeiten für die freiwilligen Retter hatte eine schnelle und patientenorientierte Rettung der Unfallopfer aus ihrer Zwangslage oberste Priorität. Hier ist eine gute Absprache zwischen den beteiligten Rettungskräften wichtig zwischen den beiden Fahrzeugen. Die einzelnen Fahrzeuge wurden gesichert, damit bei der Rettung keine Erschütterungen für die Verunfallten entstehen und die Fahrzeuge nicht abrutschen oder auseinanderbrechen können.

Eine wichtige Erkenntnis der Übung war, dass die Einsatzfahrzeuge der Wehren Haaren und Kirchhoven von zwei Seiten an den Unfallort anfahren. So kann eine übersichtlichere Einsatzstellenorganisation erreicht werden. Die Alarm- und Ausrückeordnung für den neuen Bereich der EK 5n zwischen Haaren und Kirchhoven soll so geändert werden, dass beide Einheiten zu größeren Hilfeleistungseinsätzen alarmiert werden können: Die Kirchhovener Wehr fährt von Kirchhoven an, Haaren kommt vom neuen Kreisverkehr Haaren. Hans-Josef Hermanns, Einheitsführer der Haarener Wehr, wie auch Hans-Hubert Florack, Einheitsführer Löschgruppe Kirchhoven, sahen eine „gelungene, realitätsnahe Übung“ ihrer Einheiten. Auch der Malteser Hilfsdienst wertete den Ablauf positiv: „So eine enge Zusammenarbeit sind für uns wichtige Erfahrungswerte für den Ernstfall, da wir nicht im allgemeinen Rettungsdienst eingebunden sind, wo so ein Einsatz alltäglich ist“, sagt Gudrun Käbeck, Einsatzleiterin des Malteser Hilfsdienstes.

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