Auf der Burg klirren Becher und Schwerter

Von: Norbert Koenigs
Letzte Aktualisierung:
10459408.jpg
„Hebt die Humpen“! Die Ritter der Veytaler Ritterschaft stoßen in der Burgtaverne im Inneren der Erkelenzer Burg auf des Sommerfest der „Freunde der Burg“ an. Foto: Norbert Koenigs
10459411.jpg
Zeitreise: Kulturmanager Christof Stolzenberger verwandelt sich in Bergthor Yngvasson. Foto: Norbert Koenigs

Erkelenz. Edle Ritter mit und ohne Rüstungen klirrten und polterten am Wochenende rund um das Gelände der altehrwürdigen Burg herum. Sie maßen ihre Kräfte auch schon mal im Schwerterkampf, obwohl dies bei den sommerlichen Temperaturen recht beschwerlich war.

Die „Freunde der Burg“ hatten zum mittelalterlichen Sommerfest geladen, unter ihnen Vorsitzender Peter Fellmin und seine Crew, die emsig bei der Sache war. Bezahlt wurde bei diesem Spektakel mit „Talern“, aber den kommerziellen Aspekt will der Verein nicht in den Vordergrund stellen. Sollte etwas übrigbleiben, will er den Gewinn für das Burgdach verwenden. Und so gab es die Gaumenfreuden auf der „Fressmeile“ des Burghofes auch zu zivilen Preise, wie zum Beispiel die süßen Crêpes, das Met (Honigwein), die Holzartikel, wie Schilder und Schwerter, Schmuck, das heiß begehrte Kid‘s Menü oder die Wurst vom Grill.

Natürlich war bei den sommerlichen Temperaturen auch der Durst groß. In der Burgtaverne im Innern der Burg konnte man sich bei schummrigem Kerzenlicht und mittelalterlicher Musik erfrischen. Draußen spielte die Band „Satyrias“, Musiker, die weit weg beheimatet sind, aber irgendwie eine Beziehung zum Erkelenzer Land haben und „unbedingt“ hier spielen wollten. Und überall die Ritter, in ihren originellen Kostümen.

Seit Tagen hatte die Veytaler Ritterschaft ihre Zelte in Erkelenz aufgebaut. Diese Freunde des Mittelalters und des Rittertums kommen aus Stolberg und gestalten Feste wie in Erkelenz. Sie bringen ihr Equipment mit und sind sehr engagiert bei der Sache. Das Hermann-Josef Altenheim aus Erkelenz informierte sich bei ihnen, um eventuell ein Jahresfest zu arrangieren.

Die Veytaler Ritterschaft hat einfach alles im Programm, was man für einen Rittermarkt braucht. Und Eintritt wurde auch nicht erhoben. Die „Freunde der Burg“ mit ihren etwa 80 Mitgliedern erwiesen sich als gute Helfer und steuerten einige „Highlights“ zum Gelingen der Veranstaltung bei. Im Gelände entdeckte man auch „Bergthor Yngvasson“, einen Nordmann des zehnten Jahrhunderts, der stolz seinen Runenstein und Erinnerungsstelen aus dem Mittelalter zeigte. Wer genauer hinsah, erkannte ihn bald: Christoph Stolzenberger, Kulturmanager der Stadt Erkelenz.

Wenn er ein Kind entdeckte, fing er gleich an, Geschichten zu erzählen aus längst vergangener Zeit. Natürlich spielten die Götter hierbei eine große Rolle. Das kostenlose Angebot zum Bogenschießen war für Klein und Groß eine willkommene Zugabe. Christoph Stolzenberger ist nicht nur in Sachen Kultur unterwegs, er ist auch Mitglied bei den „Freunden der Burg“ und schlüpft gerne in die Rolle des Bergthor Yngvasson. Und seine Geschichten klingen sogar glaubhaft. Aber auch die anderen Ritter ließen keine Gelegenheit aus, ihre Verbundenheit mit dem Mittelalter kundzutun. Sie „lebten“ Mittelalter und putzten sich für das verehrte Publikum fein heraus. Da war Hilfe angesagt beim Zopf flechten, wenn die Haarpracht der Damen mittelalterliche Züge tragen sollte.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert